Diabetes und Schlafstörungen

Forschungen haben einen starken Zusammenhang zwischen Diabetes und Schlafstörungen gefunden. Diabetiker leiden oft unter schlechtem Schlaf. Gleichzeitig erhöht Schlafmangel das Diabetes-Risiko und verschlimmert möglicherweise die Symptome bei Diabetikern.

Diabetes ist eine Gruppe von Krankheiten, bei denen der Körper nicht in der Lage ist, Insulin richtig zu produzieren und/oder darauf zu reagieren, was zu viel Zucker im Blut und Urin verursacht. Etwa 6,7 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes mellitus.

In diesem Artikel erfährst du mehr über den Zusammenhang zwischen Schlaf, der Entwicklung von Diabetes und wie man den Schlaf trotz Diabetes verbessern kann.

Schlafstörungen und die Entwicklung von Diabetes

Forscher haben viele Zusammenhänge zwischen schlechtem Schlaf und der Entwicklung von Typ-2-Diabetes entdeckt.

  • Im Allgemeinen haben Studien gezeigt, dass Menschen, die als „Kurzschläfer“ gelten (diejenigen, die weniger als 5 Stunden pro Nacht schlafen), ein erhöhtes Diabetes-Risiko aufweisen. Diese Kurzschläfer haben tendenziell eine unterdurchschnittliche Glukosetoleranz, auch wenn sie nicht mit anderen Symptomen von Diabetes diagnostiziert wurden oder zuvor andere Symptome aufweisen.

Andere Studien haben Schlafmangel mit einer Insulinresistenz in Verbindung gebracht – ein weiterer häufiger Vorläufer von Typ-2-Diabetes. Bei Insulinresistenz reagieren die relevanten Körperzellen nicht richtig auf Insulin.

  • Eine Fallstudie, die auf einer Sitzung der American Diabetes Society vorgestellt wurde, ergab, dass gesunde junge Menschen, die regelmäßig weniger als 6,5 Stunden pro Nacht schliefen, ein höheres Maß an Insulinresistenz vorwiesen. Im Gegensatz dazu hatten Menschen, die mehr als 7,5 Stunden Schlaf bekamen einen kleineren Wert.

Schlafmangel ist auch mit Fettleibigkeit verbunden – eine Erkrankung, die mit der Entwicklung und zunehmenden Schwere von Diabetes zusammenhängt.

  • Forscher haben gezeigt, dass Schlafmangel den Glukosestoffwechsel beeinträchtigen und die Appetitregulation beeinflussen kann, was es für den Körper schwieriger macht, den Hunger zu kontrollieren oder Sättigung zu erkennen. Darüber hinaus erschwert die aus dem Schlafmangel resultierende Müdigkeit die Selbstkontrolle und Motivation zur Gewichtsregulierung.

Mehr als 7 Stunden Schlaf pro Nacht helfen bei der Vorbeugung von Fettleibigkeit und reduzieren das Risiko, Diabetes zu entwickeln.

Schlafstörungen bei Diabetes

Diabetiker haben oft mit einer Vielzahl von Schlafstörungen zu kämpfen. Menschen mit Diabetes weisen eine erhöhte Rate von Schlaflosigkeit auf. Diabetes Symptome können den Schlaf erschweren, Schlafmangel führt wiederum zu dramatischeren Symptomen.

Unregulierter Blutzucker und unausgewogene Hormonspiegel machen guten Schlaf fast unmöglich. Ein hoher Blutzuckerspiegel während des Tages macht es dem Körper oft schwer, nachts effektiv zu schlafen. Müdigkeit nach einer unruhigen Nacht erschwert es dem Körper wiederum, den Blutzucker zu regulieren.

Betroffene Personen laufen in eine Reihe von Problemen, die ihren Komfort beeinträchtigen können, insbesondere beim Versuch zu schlafen:

  • Ein erhöhter Blutzuckerspiegel kann zu neuropathischen Schmerzen führen, was sich als unangenehmes Kribbeln oder Brennen der Finger, Zehen, Hände oder Füße manifestiert.
  • Das Restless Leg Syndrome (RSL) betrifft einen höheren Prozentsatz von Menschen mit Diabetes, was ebenfalls zu einer Schlafstörung beiträgt.
  • Schlafapnoe ist ein weiterer häufiger Grund zur Sorge bei Diabetikern. Eine Vielzahl von Menschen kämpft mit Schlafapnoe – einer ernsthaften Erkrankung, bei der die Atmung eines Menschen während des Schlafes unterbrochen wird. Besonders übergewichtige Diabetiker sind anfälliger für diese Symptome.

Umgang mit Schlafstörungen bei Diabetes

Diabetes und Schlafmangel stehen in einer direkten Wechselwirkung, doch genau so, wie sie sich gegenseitig verschlechtern, kann bereits eine kleine Verbesserung auf einer Seite bei der Linderung der Symptome auf der anderen helfen.

Ein durch den Tag hinweg stabiler Blutzuckerspiegel mithilfe von gesunder Ernährung macht es für den Körper einfacher, die notwendigen Werte während der Nacht aufrechtzuerhalten. Dies führt zu einer besseren Schlafqualität. Ein stabiler, gesunder Blutzuckerspiegel kann auch die Symptome von Neuropathie und RLS reduzieren.

Ein erholsamer Schlaf senkt den Blutzuckerspiegel und erleichtert den Umgang mit Diabetes Symptomen.

Zusätzliche Informationsquellen

Für weitere Informationen über den Umgang mit Diabetes und die Behandlung der mit der Krankheit verbundenen Probleme kannst du folgende Webseiten besuchen: