Nächtliche Beinkrämpfe

Bei den nächtlichen Beinkrämpfen kommt es zu plötzlichen und schmerzhaften unkontrollierbaren Anspannung der Muskeln in den Waden oder Füßen.

Wie Häufig sind nächtlichen Beinkrämpfe

Das Leiden wird mit zunehmendem Alter der Menschen häufiger: Über 70 % der Menschen über fünfzig Jahre haben gelegentlich nächtliche Beinkrämpfe. Aber Menschen jeden Alters können betroffen sein, vor allem Schwangere im dritten Trimester sind besonders anfällig.

Symptome von nächtlichen Beinkrämpfen

Nächtliche Beinkrämpfe können das Einschlafen verzögern, den Schläfer mitten in der Nacht aufwecken und das wieder Einschlafen verhindern. Dies führt zu einem kurzfristigen Schlafmangel und Tagesmüdigkeit.

Ursachen

Bei den primären (idiopathischen) Beinkrämpfen ist keine Ursache feststellbar.

Bei den sekundären Beinkrämpfen handelt es sich um ein Symptom einer anderen Erkrankung oder Ursache. Dazu gehören:

  • Chronisch-venöse Insuffizienz
  • Schwangerschaft
  • Urämie
  • Diabetes mellitus
  • Vergiftungen
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Dialyse
  • Magnesiummangel
  • Zu niedriger Kalziumgehalt im Blut (Hypocalciämie)
  • Zu niedrige Natriumkonzentration im Blut (Hypomagnesiämie)
  • Zu niedriger Serumkaliumspiegel (Hypokaliämie)
  • Gefäßerkrankungen
  • neuromuskuläre Erkrankungen

Diagnose

Nach einer Anamnese (Patientenbefragung) versucht der Arzt festzustellen, ob eine Krankheit, Mangelzustände oder Medikamente die Beinkrämpfe auslösen. Dazu werden die entsprechenden Untersuchungen durchgeführt. Erst nach Ausschluss aller Krankheiten wird mit der Behandlung begonnen, solange es sich um sekundäre Beinkrämpfe handelt.

Behandlung

Je nach Befunde gibt es verschiedene Möglichkeiten die nächtlichen Beinkrämpfe zu behandeln.

  • Bei einem akuten Anfall, hilft es mit Kraft gegen den Krampf zu arbeiten und die Betroffenen Muskeln zu dehnen.
  • Bei Mangelerscheinungen hilft eine Nahrungsumstellung oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.
    • Eine Ernährung, die reich an kaliumhaltigen Lebensmitteln ist, kann Krämpfe verhindern (Obst, Gemüse, Nüsse).
    • Magnesium wird in Form von Kapseln, Pulvern, Kautabletten oder Granulaten eingenommen.
  • Bei zugrundeliegenden Krankheiten, löst die Behandlung und Heilung die Anfälle.