Spannbettlaken

Spannbettlaken schützen Matratzen, nehmen nächtlichen Schweiß auf und sorgen für einen angenehmen Schlaf. Früher wurden Betttücher auf die Matratze gelegt und zum Festhalten unter diese geschoben. Heute haben sich daraus Spannbettlaken entwickelt, die sich durch einen eingearbeiteten Gummizug der Form der Matratze anpassen und diese fest umschließen.

Was bewirken Spannbettlaken?

Matratzenbezüge können zwar gewaschen werden, dies ist aber sehr umständlich, ein Spannbettlaken nimmt Schweiß, Öle und Hautschuppen auf und schon so den Bezug. Neben dem praktischen Aspekt schenken Bettlaken auch ein angenehmes Gefühl auf der Haut. An kalten Wintertagen sorgen Bettlaken aus kuscheligem Frottee für wärmende Geborgenheit im Sommer bringen Leinenlaken angenehme Abkühlung in warmen Nächten.

Während manche Spannbettlaken keinerlei Elastizität aufwiesen und aus reiner Baumwolle oder Leinen gefertigt wurden, enthalten die hochwertige Spannbettlaken elastische Faseranteile. Dadurch passen sich die Laken den Konturen der Matratze an und ermöglichen den Schlaf auf einem faltenfreien Bettlaken.

Textil Qualität und Unterschiede

Mit der Grammatur wird angegeben, wie viel Gewicht (in Gramm) ein Stück Stoff von 1 Quadratmeter Größe besitzt. Grammzahlen pro Quadratmeter unter 100 finden sich bei leichten Baumwollstoffen wie Fahnentuch. T-Shirts liegen mit ihrer Grammatur bei ca. 150 g/m² und einfache Sweatshirts können aufgrund der Dichte des Stoffes ca. 280 g/m² wiegen. Aufgrund dieser Angaben lässt sich auch ohne Anfassen beurteilen, wie dick der Stoff oder das Kleidungsstück ist. Je dünner der verarbeitete Faden, desto feiner fällt das Gestrick oder Gewebe aus.

Spannbettlaken Haltbarkeit

Die Haltbarkeit eines Spannbettlakens hängt mit der Grammatur und dem Waschverhalten des verwendeten Materials zusammen. Sehr dünne Stoffe (geringe Grammatur) haben meist eine geringere Reißfestigkeit und können schon nach mehreren Wäschen dünne Stellen bekommen. Je dichter das Gewebe, desto belastbarer ist der Stoff des Lakens. Mako-Baumwolle gehört mit ihren langstapeligen Fasern zu den unempfindlichsten Fasern und sorgt für eine lange Haltbarkeit.

Die anfälligste Stelle bei Spannbettlaken ist das Gummiband, das den Rand des Lakens zusammenhält. Baumwolle oder Leinen können bei höheren Temperaturen gewaschen werden, die gleichzeitig dem elastischen Gummiband schaden. Durch das Ausleiern kann das Laken die Matratze nicht mehr fest umschließen und verrutscht bei jeder körperlichen Bewegung.

Spannbettlaken Textile Unterschiede

Jersey Spannbettlaken

Jersey ist ein weiches, elastisches Gestrick mit sehr kleinen Maschen. Aufgrund des verwendeten Materials und der Verarbeitung wird Jersey eingeteilt in:

  • Baumwoll Jersey Spannbetttuch
  • Interlock Jersey Spannbettlaken
  • Romanit Jersey Spannbettlaken
  • Viskose Jersey Spannbetttuch

Biber Spannbetttuch

Biber-Qualität findet sich vorwiegend bei Bettwäsche und beschreibt einen flauschig aufgerauten Stoff aus Baumwolle, Viskose oder Mikrofaser. Biber weist eine hohe Fadendichte auf und fühlt sich kuschelig an. Biberstoff ist weich und wärmend und nimmt viel Flüssigkeit auf. Er kann auf einer oder beiden Seiten aufgeraut sein und wird typischerweise in der Köperbindung gewebt.

PROS:

  • weich
  • kuschelig
  • wärmend
  • schwer

CONS:

  • für den Sommer ungeeignet

Frottee Spannbetttuch

Frotteestoff wird für Bademäntel und Handtücher verwendet. Das Charakteristische an dem Gewebe sind die kleinen Fadenschlingen an Vorderund Rückseite, die dem Stoff eine voluminöse Optik und einen weichen, schweren Griff verleihen.

PROS:

  • schnell trocknend
  • kuschelig
  • voluminös
  • atmungsaktiv
  • saugfähig

CONS:

  • aufgrund der Oberflächenstruktur lassen sich schnell Fäden ziehen

Flanell Spannbettlaken

Flanell wird ganz klassisch aus Wolle (tierischen Ursprungs) hergestellt. Ein typischer Vertreter dieses Stoffes ist das beliebte Holzfällerhemd. Der Stoff entsteht in der Leinwandoder Köperbindung, ist weich und sehr saugfähig. Er erhält seinen flauschigen Griff ebenfalls durch Aufrauen oder Walken.

PROS:

  • sehr leicht
  • allergikerfreundlich
  • saugt Feuchtigkeit auf
  • atmungsaktiv

CONS:

  • empfindliches Gewebe
  • nicht sehr reißfest

Molton Spannbetttuch

Molton ist aus der Babypflege als saugfähige Einlage im Windelbereich und als Matratzenschutz bekannt. Das dicke Baumwollgewebe wird auf beiden Seiten aufgeraut und erhält dadurch einen flauschigen Griff.

PROS:

  • saugfähig
  • weich
  • schallisolierend
  • warm

CONS:

  • für Bekleidung nicht einsetzbar

Mako Satin Spannbetttuch

Für diesen Stoff wird reine, ägyptische Baumwolle verwendet. Das fertige Produkt, das in Atlasbindung gewebt wird, besitzt eine glänzende Oberfläche, ist auf der Unterseite matt und hat einen kühlen, weichen Griff. Ägyptische Baumwolle ist aufgrund ihrer hohen Stapellänge (Länge der einzelnen Fasern) besonders wertvoll. Je höher die Faserlänge, desto reißfester ist das Material. MakoSatin wird vorrangig für qualitativ hochwertige Bettwäsche verwendet.

PROS:

  • atmungsaktiv
  • temperaturausgleichend
  • pflegeleicht
  • leicht glänzend
  • anschmiegsamer Griff
  • bügelfrei

CONS:

Mikrofaser Spannbetttuch

Als Mikrofasern werden Chemiefasern bezeichnet, die nur 1 g bei einer Fadenlänge von 10000 m wiegen. Sie werden ausschließlich aus Chemiefasern wie Polyester und einem Gemisch aus Polyester und Polyamid hergestellt. Da die einzelnen Fasern sehr fein sind (der Durchmesser beträgt etwa ein Hundertstel des menschlichen Haares), müssen sie sehr eng miteinander verwebt werden. Dadurch entsteht eine erhöhte Festigkeit, gleichzeitig bleibt der Stoff sehr weich und zieht im trockenen Zustand Staubund Schmutzpartikel an.

PROS:

  • hohe Scheuerfestigkeit
  • weich
  • fusselfrei
  • schnell trocknend
  • formbeständig

CONS:

  • nehmen nur wenig Flüssigkeit auf
  • wirken entfettend

Nicki Spannbetttuch

Nickistoff hat auf der Vorderseite einen samtartigen Griff. Die Rückseite zeigt eine dehnbare Maschenstruktur. Charakteristisch für Nicki ist eine heller und dunkler aussehende Oberfläche, wenn mit der Hand in unterschiedlichen Richtungen über den Stoff gefahren wird. Der Stoff ist dehnbar, pflegeleicht, formstabil und wird meist aus einer Kombination von Polyester und Baumwolle hergestellt, wobei der Baumwollanteil unterschiedlich hoch ausfällt und für die Weichheit des Materials verantwortlich ist.

PROS:

  • dehnbar
  • formstabil
  • weich
  • leicht

CONS:

  • nicht trocknergeeignet

Perkal

Perkal ist ein in Leinwandbindung hergestelltes, dichtes Gewebe aus Baumwolle. In den meisten Fällen wird ägyptische Baumwolle verwendet, teilweise wird Perkal auch aus normaler Baumwolle oder Materialmischungen hergestellt. Das Gewebe besteht aus feinerem Garn als herkömmliche Baumwolle, besitzt dadurch eine höhere Fadenanzahl und hat einen sehr weichen und glatten Griff.

PROS:

  • feuchtigkeitsregulierend
  • kühlend
  • pflegeleicht
  • langlebig
  • atmungsaktiv
  • kühlend
  • hautfreundlich

CONS:

Renforcé Spannbettlaken

Renforcé bedeutet "verstärkt" und ist ein weiches, glattes und mittelfeines Baumwollgewebe, das mit einer Leinwandbindung hergestellt wird. Der strapazierfähige Stoff hat eine Oberflächenstruktur, die sich hervorragend zum Bedrucken eignet und daher für Bettwäsche und in der Bekleidungsindustrie verwendet wird.

PROS:

  • klimaregulierend
  • nimmt viel Feuchtigkeit auf
  • fühlt sich auf der Haut angenehm weich an
  • trochnergeeignet
  • formstabil

CONS:

Velours Spannbettlaken

Velour entsteht wie Frottee durch das Einweben zusätzlicher Kettfäden, die in Schlingen auf der Oberfläche liegen. Werden diese Schlingen anschließend aufgeschnitten, entsteht der sogenannte Velourstoff. Das französische Wort Velours bedeutet übersetzt Samt und beschreibt einen sehr weichen und flauschigen Stoff. Velour wird aus Baumwolle, Polyester und Mischfasern hergestellt.

PROS:

  • dehnbar
  • pflegeleicht
  • luxuriösen Look
  • warm
  • weicher Fall

CONS:

  • anfällig für Pilling
  • Ausfall des Flors unter Belastung

Leinen Spannbettlaken

Leinen wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen. Das temperaturausgleichende Material wird in klassischer Leinwandbindung hergestellt. In Kombination mit Baumwolle oder Viskose verringert sich die natürliche Knitterneigung.

PROS:

  • klimaregulierend
  • leicht reißfest
  • hautfreundlich
  • für Allergiker geeignet
  • keine elektrostatische Aufladung
  • waschbar bis 60 Grad
  • formstabil
  • farbstabil

CONS:

  • reine Leinenstoffe knittern

Baumwolle Spannbettlaken

PROS:

  • weich
  • feuchtigkeitsregulierend
  • atmungsaktiv

CONS:

  • kann beim Waschen einlaufen

Textil Mischungen

Moderne Textile bestehen meist aus Mischungen, um die Stoffe für verschiedene Anwedungen zu verbessern.

Elastan

Elastan ist eine Chemiefaser mit hoher Elastizität. Sie wird anderen Fasern beigemischt wird, um dehnbare Stoffe zu erhalten.

PROS:

  • macht Stoffe dehnbar / elastisch
  • dauerhaft formbeständig
  • hautfreundlich
  • sehr pflegeleicht
  • bügelfrei
  • fein
  • reißfest
  • antistatisch
  • fusselfrei

CONS:

  • Atmungsaktivität nimmt mit steigendem Elastan-Anteil ab
  • Elastizität nimmt bei zu heißen Wäschen ab
  • Darf nicht mit Weichspüler gewaschen werden

Modal

Modal wird aus Pflanzenfasern hergestellt. Die Zellulose wird aus Buchenholz gewonnen und in einem chemischen Spinnverfahren zu einem Garn versponnen.

PROS:

  • hohe Festigkeit
  • glatte Oberfläche
  • feuchtigkeitsabsorbierend
  • atmungsaktiv
  • nachhaltig
  • kochfest
  • elastisch
  • langlebig

CONS:

  • teurer

Lyocell / Tencel

Lyocell ist eine Zellulosefaser, für deren Herstellung Eukalyptusholz verwendet wird. Der Faserstoff Lyocell findet sich im Handel auch unter dem Begriff Tencell, dem Markennamen der österreichischen Firma Lenzig AG für Lyocell.

PROS:

  • reißfest
  • langlebig
  • saugfähig
  • temperaturausgleichend
  • biologisch abbaubar
  • seidiger Griff

CONS:

  • teurer

Polyester

Polyester ist eine reine Chemiefaser, die aus Erdöl hergestellt wird. Sie wird häufig mit Naturfasern gemischt, um den Tragekomfort zu erhöhen.

PROS:

  • robust
  • formstabil
  • schnell trocknend
  • knitterarm
  • strapazierfähig
  • farbecht

CONS:

  • elektrostatisch
  • nicht atmungsaktiv und Schweißgeruch begünstigend
  • möglicherweise hautirritierend
  • nicht trocknergeeignet
  • nur bei niedrigen Temperaturen bügelbar

Spannbettlaken Anwendungsgebiete

Matratzen Spannbettlaken

Spannbettlaken für Matratzen erhöhen den Liegekomfort und die Schlafqualität. Mit einer Steghöhe von 25 bis 28 cm passen sie auf alle Federkernmatratzen oder Matratzen mit Zonenaufteilung.

Topper Spannbettlaken

Topper gehen nicht über eine Höhe von 10 12 cm hinaus. Daher müssen Spannbettlaken für Topper eine niedrigere Steghöhe haben.

Boxspringbett Spannbettlaken

Boxspringbetten bestehen aus einer gefederten Unterbox, einer Federkernmatratze und einem Topper. Aufgrund der Gesamthöhe braucht es Spannbettlaken mit einem höheren Steg.

Kinderbett Spannbettlaken

Kinderbetten lassen sich mit einer speziellen Spannbettlakengröße von 60 x 120 bis 70 x 140 cm beziehen.

Kinderwagen Spannbettlaken

Kinderwagen, Beistellbetten und Wiegen haben unterschiedliche Matratzenformen. Die dafür passenden Spannbettlaken sind in rechteckiger, ovaler und halbovaler Form in drei Größen erhältlich.

Wasserdichte Spannbettlaken

Wasserdichte Spannbettlaken schützen den Matratzenbereich, zeichnen sich durch eine rückseitige Nässesperre aus, sind saugfähig und lassen keine Flüssigkeit durch.

Worauf beim Kauf von Spannbettlaken zu achten ist

Bevor man sich ein neues Spannbettlaken kauft, sollte man einige Dinge in Betracht ziehen:

Steghöhe

Herkömmliche Bettlaken waren große Betttücher, die über einer Matratze ausgebreitet und unter diese umgeschlagen wurden. Diese Lakenform wurde durch Spannbettlaken abgelöst, die durch einen eingearbeiteten Gummizug für einen faltenfreien und rutschfesten Sitz sorgen. Die Größenangaben der Spannbettlaken beziehen sich auf Längenund Breitenangabe einer Matratze, die mit dem Laken bezogen werden kann.

Neben der richtigen Größe sorgt die richtige Steghöhe für eine perfekte Passform. Abhängig von der Höhe der Matratze muss ein Spannbettlaken mit passender Steghöhe gewählt werden. Die Steghöhe muss in jedem Fall passen. Ist diese zu niedrig, greift das eingearbeitete Gummiband nicht unter die Matratze und rutscht nach oben, sobald die Matratze belastet wird. Spannbettlaken für hohe Matratzen, sollten eine gleiche oder längere Steghöhe haben als die Höhe der Matratze selbst.

Formstabilität

Textilien bleiben in der gewünschten Form, wenn sie mit elastischen Fasern ausgerüstet sind. Je höher dieser Anteil ist, desto intensiver zieht sich der Stoff nach einer Beanspruchung wieder in seine ursprüngliche Form zurück. Je geringer der elastische Faseranteil, desto steifer verhält sich das Material. Werden elastische Fasern für eine Formbeständigkeit verwendet, müssen die entsprechenden Waschanleitungen beachtet werden, da zu große Hitze das Dehnverhalten der Fasern verringert.

Waschbarkeit

Spannbettlaken kommen mit dem menschlichen Körper in Berührung und nehmen Hautpartikel und Schweiß auf. Um sie zu reinigen, sollten die Laken nicht nur bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden. Optimal sind regelmäßige Waschgänge bei 60 Grad, um Bakterien abzutöten. Spannbettlaken aus gefärbter Baumwolle erfüllen diese Kriterien und lassen sich bei 60 Grad waschen, weiße Baumwolllaken vertragen sogar Temperaturen bis 95 Grad.

Biber, Frottee und Linon können wie Baumwolle gewaschen werden, MakoSatin und Seersucker vertragen nicht mehr als 40 Grad Waschtemperatur und Jersey aus reiner Baumwolle sowie Kunstfasern lassen sich mit 60 Grad waschen. Reine Seide und Baumwolljersey mit Seide sollten nur niedrigen Waschtemperaturen ausgesetzt werden. Kunstfasern überstehen dagegen bis zu 60 Grad Waschtemperatur. Im Zweifelsfall sollte die Waschanleitung am Spannbettlaken befolgt werden.

Um die Leuchtkraft der Farben zu erhalten und die Stoffe sowie den Gummizug keinen starken, chemischen Substanzen auszusetzen, sollten Spannbettlaken mit Feinwaschmittel und weichem Wasser gewaschen werden.

Spannbettlaken Test

Verschiedene Portale und unabhängige Unternehmen testen Produkte auf ihre verschiedenen Eigenschaften.

Stiftung Waretnest Spannbettlaken Test

Die Stiftung Warentest hat bisher noch keinen Spannbettlaken Test durchgeführt.

ÖKO-Test Spannbettlaken Test

ÖKO-Test hat bisher noch keine Spannbettlaken getestet.

Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit

Sind Bio-Spannbettlaken immer nachhaltiger? Ein genaues Hinsehen führt teilweise zu einem anderen Ergebnis. Beispielsweise gehört Baumwolle als Naturfaser zu den beliebtesten Stoffen, ist aber in ihrer Herstellung sehr kostenund wasserintensiv. Im Vergleich dazu kommt Leinen bei seiner Herstellung mit wesentlich weniger Wasser aus und weist deutlich weniger Pestizidrückstände als Baumwolle auf.

Polyester ist eine Kunstfaser, wird aus Erdöl hergestellt, ist nicht biologisch abbaubar und verliert bei jedem Waschgang Mikroplastik. Für die Herstellung braucht es sehr viel Energie, außerdem werden giftige Chemikalien eingesetzt. Damit gilt Polyester als extrem umweltverschmutzend.

Elastan sorgt als wesentlicher Bestandteil von Spannbettlaken für die erforderliche Elastizität. Auch diese Faser ist nicht biologisch abbaubar und wird mit Verfahren hergestellt, die sehr umweltverschmutzend sind.

Lyocell gilt als nachhaltigste synthetische Alternative für Seide und gehört zu den biologisch abbaubaren Fasern. Sie wird umweltfreundlich in einem geschlossenen Herstellungsprozess produziert, in dem die eingesetzten Chemikalien recycelt werden. Lyocell wird aus der Cellulose der Eukalyptusbäume hergestellt, die sehr schnell nachwachsen, kaum Wasser für das Wachstum brauchen und nicht mit Pestiziden besprüht werden.

Bedeutet bessere Qualität auch längere Haltbarkeit?

Haltbarkeit hängt von der Festigkeit, Belastungsfähigkeit sowie der Verarbeitung einer Faser ab. Eine locker gewebte Leinwandbindung aus hochwertiger Baumwolle ist verschleißanfälliger als Molton, der durch das Aufrauen eine kompaktere Struktur bekommt und reißfester wird.

In diesem Fall ist die Haltbarkeit nicht der Qualität, sondern der Faserbeschaffenheit geschuldet. Wird ein Faden aus sehr kurzen und weichen Fasern sehr dünn ausgesponnen, ist seine Reißfestigkeit gegenüber stärkeren Fäden immer geringer.

Geht man aber von ein und dem selben Produkt mit der gleichen Verarbeitung und der gleichen Faser aus, wird das dickere Texil immer haltbarer sein.

  • Ein Baumwolle Jersey Bettlaken mit 95 % Baumwolle und 5 % Elastan mit 230 g/m² geht eher kaputt als das gleiche Textil mit 260 g/m².
  • Generell gilt bei Spannbettlaken, je dicker desto besser.

Nachhaltige Rohstoffe

Nachhaltige Rohstoffe sind biologisch abbaubar, können recycelt werden oder wachsen schnell nach und belasten die Umwelt bei ihrer Herstellung so wenig wie möglich. Die wenigsten Faserstoffe erfüllen alle Kriterien. Baumwolle verbraucht im Herstellungsprozess zu viel Wasser. Chemiefaserstoffe belasten die Umwelt nicht nur während des Herstellungsprozesses. Am natürlichsten verläuft die Herstellung von ungefärbter Schafwolle, da es nur Wasser zum Waschen der Wolle braucht und diese anschließend kardiert und versponnen wird.

Die moderne Technik versucht, die Herstellungsprozesse von Garnen und Stoffen immer umweltfreundlicher und effizienter zu gestalten. Dabei stehen Zellulosefasern wie Lyocell oder Modal für Nachhaltigkeit, da sie aus nachwachsenden Ressourcen gewonnen werden. Auch Leinenstoffe stehen im Zeichen der Nachhaltigkeit. Aufgrund des fasertypischen Verhaltens kann jeder Stoff nur bestimmte Kriterien erfüllen. Für Spannbettlaken braucht es beispielsweise Chemiefasern, die für Elastizität sorgen, auch wenn ihre Herstellung noch wenig umweltfreundlich erfolgt.

Wasserverbrauch Baumwolle

Baumwolle ist die wichtigste Naturfaser in der Textilindustrie. Baumwolle stammt ursprünglich aus den Tropen, da die Pflanze viel Feuchtigkeit braucht. Heute wird sie auf allen sechs Kontinenten und vorrangig in Trockengebieten angebaut, denn Baumwolle verträgt keinen Regen, der in die Baumwollkapseln dringt. Deshalb werden Baumwollfelder in niederschlagsarmen Regionen künstlich bewässert, um die Feuchtigkeit für die Wurzeln zu gewährleisten. Mit gravierenden Folgen, da das notwendige Süßwasser von Flüssen und Seen abgezogen und auf die Baumwollfelder umgeleitet wird.

Durch diese Vorgehensweise sinkt der Grundwasserspiegel, Seen trocknen aus und Böden versalzen. Als Beispiel sei der Baumwollanbau am Aralsee genannt. Dieses Binnenmeer hat seit 1960 fast 70 % seiner Wasserfläche verloren, da die Zuflüsse des Sees für den Baumwollanbau umgeleitet wurden. Um die notwendige Menge Baumwolle für ein T-Shirt zu erwirtschaften, müssen 2000 Liter Wasser zur Verfügung stehen.

Es gibt allerdings auch Aussagen, nach denen Baumwolle nur 3 Prozent der künstlichen Bewässerung in Anspruch nimmt, während Feldfrüchte wie Mais, Weizen und Reis mit der vierbis fünffachen Menge zu Buche schlagen. Eine entsprechende Studie wurde 2011 durch das Twente Water Centre in den Niederlanden veröffentlicht.

Neben der für das Wachstum erforderlichen Wassermenge braucht es weiteres Wasser, um aus der geernteten Baumwolle einen Faden zu spinnen und die Kleidungsstücke herzustellen. Bis aus der Faser ein Kleidungsstück geworden ist, wird:

  • ein synthetischer Schutzfilm auf das Garn aufgetragen, der die Belastung beim Weben reduziert
  • dieser Schutzfilm anschließend ausgewaschen
  • der fertige Stoff für eine gleichmäßige Saugfähigkeit mit Chlorverbindungen gebleicht
  • mit Azound Benzidinfarbstoffen gefärbt (gilt als krebserregend)
  • das Einlaufen und die Knitterfähigkeit durch das Auftragen einer Appretur verringert

Diese Arbeitsschritte benötigen Wasser, das mit Chemikalien in Kontakt kommt und wieder gereinigt werden muss.

Noch schwieriger gestaltet sich die Herstellung einer Jeans, die durch den Farbstoff Indigo ihre typische Färbung erhält. Um diesen Farbstoff wasserlöslich zu machen, müssen dem Wasser beim Färbeprozess zusätzlich Schwermetalle und Chemikalien wie Cadmium, Blei, Kupfer und Quecksilber zugesetzt werden.

Um Wasser beim Färbeprozess zu sparen, entstehen heute Wasser-Recyclingsysteme, die das Abwasser aus dem Färbeprozess reinigen und wieder in den Produktionsprozess einleiten. Mit diesen Maßnahmen lässt sich das notwendige Wasservolumen verringern und die Produktionskosten der Umwelt zuliebe senken.

Qualitätssiegel

Gütesiegel sollen den Verbraucher darüber informieren, was in den Textilien steckt und wie sie hergestellt wurden. Mittlerweile gibt es unzählige Qualitätssiegel, da es keine verbindlichen Standards gibt. Einige Labels befassen sich nur mit dem Endprodukt. Andere Qualitätssiegel beziehen sich auf den gesamten Produktionsweg, angefangen vom Anbau der Rohfaser bis zum fertigen Artikel. Es gibt auch Gütesiegel, die Sozialstandards hinterfragen und Auskunft über den Einsatz giftiger Substanzen geben.

Qualitätssiegel im kurzen Überblick:

IVN Best Siegel

Der Standard des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft (IVN) ist das derzeit strengste Kleidungs-Siegel. Chemikalien sind in der gesamten Lieferkette verboten und es sind nur Naturfasern aus biologischem Anbau zugelassen. Außerdem werden strenge Sozialstandards für den Anbau und die Herstellung definiert.

GOTS-Siegel

Dieses Siegel umfasst ebenfalls die gesamte Produktionskette und soziale Mindeststandards. GOTS lässt Mischfasern zu und untersagt giftige Chemikalien. Die Kontrolle fertiger Textilien bezüglich möglicher Rückstände ist lückenhaft. Das Siegel fordert die Verwendung von mindestens 70 Prozent an BIO-Naturfasern, die mit Recyclingfasern kombiniert werden dürfen.

Made in Green Siegel

Das Made in Green Siegel wird von Greenpeace zu den strengsten Siegeln gezählt. Endprodukte werden auf Schadstoffe untersucht, der Einsatz von Chemikalien wird strengstens überwacht und erlaubte Schadstoffrückstände sind nur in minimaler Größenordnung zugelassen. Neben Naturfasern gestattet das Siegel auch Mischund Recyclinggewebe.

Bluesign Siegel

Das Bluesign Siegel regelt unzählige Chemikalien. Dabei werden auch Substanzen berücksichtigt, die von Greenpeace als besonders gefährlich eingestuft wurden. Die Endprodukte werden auf Rückstände kontrolliert, es fehlen jedoch konkrete Grenzwerte. Bluesign lässt alle Fasern für die Zertifizierung zu, sorgt aber mit konkreten Anforderungen bei recycelten Fasern für die Möglichkeit, dass gefährliche Substanzen ausgeschlossen werden.

Öko Tex

Das Oeko-Tex Standard 100 Siegel gilt als das verbreitetste Verbraucherschutzsiegel, das den Endkunden über die gesundheitliche Unbedenklichkeit eines Kleidungsstückes informiert. Die Prüfung bezieht sich nur auf das Endprodukt und eventuelle Rückstände. Die Produktionskette wird nicht hinterfragt. Das Label akzeptiert alle Fasern, darunter Recyclingfasern und schwer recycelbare Mischfasern. Der Standard wird in vier Produktklassen unterschieden, abhängig vom Hautkontakt. Dabei werden der Klasse I (Babybekleidung) die strengsten Regeln auferlegt.

Konkrete Kriterien:

  • Säuglingsbekleidung muss speichelund schweißecht sowie unbedenklich für den Kindermund sein
  • Azofarbstoffe und allergieauslösende Farbstoffe dürfen nicht verwendet werden
  • Formaldehyd darf nicht eingesetzt werden oder muss entsprechend internationaler Gesundheitsgesetzgebung limitiert sein
  • Pestizide dürfen nicht in größerem Umfang als in Obst und Gemüse vorkommen
  • krebserregende oder krebsverdächtige Farbstoffe sind verboten
  • allergieauslösende Farbstoffe sind untersagt

Spannbetttücher Größen

Das richtige Maß bei Spannbettlaken ist entscheident, damit das Spannbettlaken auch auf die Matratze passt.

  • Spannbettlaken 90x200 cm
  • Spannbettlaken 100x200 cm
  • Spannbettlaken 120x200 cm
  • Spannbettlaken 140x200 cm
  • Spannbettlaken 160x200 cm
  • Spannbettlaken 180x200 cm
  • Spannbettlaken 200x200 cm
  • Spannbettlaken 220x200 cm

Wo kann man Spannbetttücher kaufen?

Online Shops:

  • Erwin Müller
  • Essenza
  • Amazon
  • Bettwaren Shop
  • Otto
  • Lidl
  • Dänisches Bettenlager
  • Urbanara
  • Bettenrid

Marken:

  • Kneer
  • Meradiso
  • Ridchen
  • Bellana
  • Schlafgut

Spannbettlaken falten Anleitung

Das Spannbettlaken zu falten gestaltet sich als kompliziert, wenn man nicht den richtigen Dreh raus hat. Durch das Gummi, gibt es keine Ecken was den Anfang schwer macht. Aber das Spannbettlaken zu falten ist eigentlich sehr einfach. Hier ein Video wie man ein Spannbettlaken einfach falten kann: