Bettdecken

Unsere Matratzenprofis haben für dich einen umfassenden Ratgeber zum Bettdecken Test & Vergleich geschrieben. Somit steht dir deiner neuen Bettdecke nichts im Weg.

Was ist beim Kauf zu beachten?

Beim Kauf einer neuen Bettdecke sind verschiedene Faktoren zu beachten. Dazu gehört der Bezug, die Füllung, die Steppung und die Größe der Bettdecke.

Bezug

Eine hochwertige Hülle ist dicht, damit die Füllung nicht entweichen kann, muss aber auch luftdurchlässig sein, um trocken zu bleiben. Sie ist außerdem stark und reißfest, damit Strapazierfähigkeit und Langlebigkeit garantiert sind, zugleich locker und leicht, denn eine gute Bettdecke soll sich an den Körper schmiegen und darf sich dabei nicht steif anfühlen. Ihre Qualität ist aus der metrischen Nummerierung, kurz Nm, ersichtlich, mit der die Hüllen gekennzeichnet werden. Dieser Wert gibt die Länge des Fadens an, meist ein Garn aus Baumwolle, Polyester oder einer Kombination aus beidem, das aus einem Gramm des betreffenden Materials gewonnen wird. Je länger der Faden, desto höher die Nm-Zahl und damit feiner die Webstruktur. Üblich sind die Güteklassen Nm 100 bis Nm 270. Bei einer hochwertigen Hülle ist auch die Wahl der Bettwäsche entscheidend, da billige Produkte die gute Qualität des Bettdeckenbezugs beeinträchtigen oder gar zunichtemachen können.

Füllung

Früher lagen in den Betten nahezu ausschließlich echte Daunendecken, gefüllt vorwiegend mit dem weichen Brustflaum von Enten und Gänsen. Diese sind heute noch immer beliebt, da sie im wahrsten Sinne des Wortes federleicht auf dem Körper liegen und Temperaturen gut ausgleichen können. Es existiert auch eine Luxusvariante, eine Füllung mit den wesentlich füllkräftigeren echten Eiderdaunen. Sie stammen von den wildlebenden und seltenen Eiderenten, die an den nördlichen Meeresküsten zu finden sind. Die Tiere stehen unter Naturschutz, weshalb die Daunen nach der Brut aus den verlassenen Nestern gesammelt werden müssen. Doch trotz aller Tradition und Exklusivität, denn Daunen haben ihren Preis, geht der Trend weg von tierischen Produkten hin zur Kunstfaser.

Steppung

Damit eine gleichmäßige Verteilung der Füllung gewährleistet ist und über den Verwendungszeitraum auch erhalten bleibt, sind Bettdecken in abgesteppte Segmente unterteilt. Am verbreitetsten sind die Steppungen, bei der zwischen den beiden Hüllenseiten Stege eingearbeitet werden. Diese sind – je nach Wärmegrad der Decke – einige Zentimeter hoch und bestehen aus Stoffstreifen. Auf diese Weise werden ein Isolationseffekt erzeugt und Kältebrücken vermieden, da die Nahtstellen verdickt sind. Es existieren auch Kassettendecken mit sogenannten Klimastreifen, die Hitzestaus vermeiden, für eine gute Luftzirkulation sorgen und Feuchtigkeit ableiten. Wichtig bei der Steppung ist vor allem, dass sich der Hülleninhalt nicht verschiebt und Knäuel in der Bettdecke entstehen.

Größe

Die Standardgröße einer handelsüblichen Bettdecke beträgt zwischen 140×200 und 200×200 cm. Für über 1,80 m große oder jene Menschen, die sich gerne in ihre Bettdecke einrollen bieten, sich Übergrößen an. Diese sind mit Maßen bis zu 220×240 cm auf dem Markt erhältlich und bieten eine weit größere Fläche als herkömmliche Exemplare. Um die individuell ideale Breite zu bestimmten, addiert man zum Körperumfang 40 cm – oder mehr, will man sich nachts einwickeln. Bettdecken in Übergrößen existieren, ebenso wie die Standardformate, in allen Qualitätsstufen und Preisklassen.

Unterschiedliche Bettdecken-Formate

Was bedeuten die verschiedenen Bezeichnungen wie Duo oder Mono? In der folgenden Tabelle sind die verschiedenen Formate der Bettdecke erklärt.

4-Jahreszeiten-Bettdecke

Eine 4-Jahreszeiten-Bettdecke vereint die qualitativen Eigenschaften von Sommer-, Winter- und Halbjahresdecken in einer Multifunktions-Bettdecke. Ermöglicht wird diese praktische Vielseitigkeit durch die Kombination einer leichten mit einer wärmeren Deckenhälfte, die über ein Reißverschluss-, Druckknopf- oder Bändersystem miteinander verbunden sind. Man kann dieses Produkt also flexibel in jeder Jahreszeit einsetzen und darüber hinaus den eigenen individuellen Bedürfnissen anpassen. Miteinander vereint sind eine luftige Sommer- und eine wärmere Halbjahresdecke, die man einzeln verwendet oder gemeinsam als Winterdecke einsetzt. Häufig wird diese Variante auch unter dem Begriff „Kombi-Bettdecke“ angeboten.

Leicht

Zu hohe Raumtemperaturen aufgrund sommerliche Hitze sorgen häufig für starkes Schwitzen in der Nacht. Eine zu dicke Bettdecke, die schwer auf dem Körper liegt, verhindert einen erholsamen Schlaf. Das richtige Produkt für die warme Jahreszeit ist luftig, leicht und temperaturregulierend. Es leitet die Wärme optimal ab, damit stets ein angenehmes Schlafklima herrscht. Die perfekte „Light“-Decke fühlt sich auch bei hohen Temperaturen frisch an, da sie über eine hohe Atmungsaktivität verfügt. Trotzdem ist kuschelig, damit man sich darin geborgen fühlt. Aufgrund ihres idealen Feuchtigkeitsausgleichs kann sie Feuchtigkeit rasch an die Umgebungsluft abgeben, damit sie sich jederzeit trocken anfühlt.

Mono

Die Mono-Bettdecke bietet bezüglich ihrer Füllmenge und daraus resultierender Wärmewirkung ein mittleres Niveau. Sie eignet sich also hervorragend für die Übergangszeit oder Menschen, die über eine konstante Temperatur in ihrem Schlafzimmer verfügen. Ebenso passt sie ideal zu Schläfern, die es auch im Sommer gerne etwas wärmer mögen.

Duo

Bei der Duo-Bettdecke, auch unter dem Begriff „mehrlagige Bettdecke“ bekannt, werden zwei Deckenteile unabhängig voneinander gefüllt und gesteppt und im Anschluss durch eine Band-Einfassung miteinander vernäht bzw. zu einer Decke vereint. Zwischen den beiden Lagen wird eine Luftschicht eingeschlossen, was die wärmende Wirkung des Produkts stark erhöht.

Füllungen

Hier findest du eine Übersicht zu den gängigsten und besten Füllungen von Bettdecken.

Daunen

Daunendecken gelten als qualitativ hochwertig, da sie auf ganz natürlichem Weg für ein individuelles Schlafklima sorgen. Sie bestehen meist zu 90 Prozent aus Daunen, dem Brustflaum von Enten und Gänsen, und zu 10 Prozent aus Federn.

PROS:

  • isolieren perfekt
  • atmungsaktiv
  • temperaturregulierend
  • größtenteils maschinenwaschbar

CONS:

  • jährliche Profireinigung empfohlen
  • häufig Lebendrupf der Tiere

Wolle

Bettdecken mit einer Wollfüllung, meist vom Schaf, können Feuchtigkeit gut aufnehmen. Bei der Reinigung genügt meist ein Ausklopfen und Ausschütteln, weil Schmutz nur oberflächlich anhaftet. Für eine höhere Wärmkraft ist Merinowolle zu empfehlen, die stark wärme- und kälteisolierend wirkt.

PROS:

  • feuchtigkeitsabsorbierend
  • sehr pflegeleicht
  • kuschelig

CONS:

  • nicht maschinenwaschbar

Kaschmir

Eine Kaschmirfüllung, es handelt sich dabei um das Edelhaar der Kaschmirziege, kann sich ideal verschiedenen Temperaturbedingungen anpassen. Sie nimmt unbedenklich höhere Mengen an Feuchtigkeit auf.

PROS:

  • feuchtigkeitsabsorbierend
  • temperaturregulierend
  • größtenteils maschinenwaschbar

CONS:

  • hoher Preis

Kamelhaar

Zu den hochwertigen Bettdecken-Füllungen zählt auch Kamelhaar. Sie ist sowohl für Menschen mit hohem Wärmebedürfnis als auch für jene, die leicht schwitzen, perfekt geeignet.

PROS:

  • hervorragende Wärmewirkung und -regulierung
  • flüssigkeitsregulierend
  • leicht und strapazierbar
  • größtenteils maschinenwaschbar

CONS:

  • hoher Preis

Baumwolle

Mit Baumwolle gefüllte Decken haben einen geringen Wärmeffekt und eignen sich daher nicht für Menschen, die im Schlaf häufig frieren. Dafür sind sie für all jene ideal, die nachts leicht schwitzen.

PROS:

  • feuchtigkeitsableitend
  • hohe Widerstandskraft

CONS:

  • schlechte Wärmewirkung
  • Insektizid-Belastung möglich

Seide / Wildseide

Bettdecken mit einer Füllung aus Seide oder Wildseide weisen eine hohe Saugfähigkeit auf und sind temperaturausgleichend. Sie wirken zudem im Sommer kühlend und im Winter wärmend und sorgen für ein trockenes Schlafklima.

PROS:

  • wirken klimatisierend
  • feuchtigkeitsaufnehmend
  • temperaturregulierend
  • trockenes Schlafklima

CONS:

  • nicht maschinenwaschbar

Hohlfaser

PROS:

  • feuchtigkeitsabsorbierend
  • bakterien- und geruchshemmend
  • staubabweisend
  • für Allergiker geeignet

CONS:

  • unterschiedliche Wärmewirkung

Mikrofaser

Bei einer Füllung mit Mikrofaser handelt es sich meist um 100 Prozent Polyester, die nicht so gut wärmt wie andere Produkte. Sie zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie nach dem Waschen rasch trocknet.

PROS:

  • pflegeleicht
  • besonders weich
  • maschinenwaschbar

CONS:

  • wenig Wärmewirkung
  • geringe feuchtigkeitsabsorbierende Wirkung

Tencel

Bettdecken mit einer Tencel-Füllung, einem Cellulose-Material, besitzen hervorragende feuchtigkeitsabweisende Wirkung. Sie werden aus dem natürlichen, nachwachsenden Rohstoff Eukalyptusholz hergestellt und sorgen für ein angenehmes Bettenklima.

PROS:

  • feuchtigkeitsabweisend
  • weich und warm
  • nachhaltig

CONS:

  • für heiße Sommernächte ungeeignet

Faserkügelchen

Bettdecken mit einer Füllung aus Faserkügelchen, meist zu 100 Prozent aus Polyester, sind wärmend, kuschelig und weich. Sie haben eine gute Bauschkraft und eignen sich daher auch besonders für Kinder.

PROS:

  • wärmend
  • feuchtigkeitsableitend
  • bakterien- und geruchshemmend
  • für Allergiker geeignet

CONS:

  • vergleichsweise schwer

Vlies

Bei dem Füllstoff Vlies handelt es sich um eine Mischung aus Hohlfasern und Endlosfasern. Er ist leicht, warm und weich und nimmt Feuchtigkeit gut auf, ist aber nicht sehr langlebig, da schon nach kurzer Zeit Fasern durch die Hülle treten und verloren gehen können.

PROS:

  • leicht
  • wärmend
  • feuchtigkeitsabsorbierend
  • waschbar

CONS:

  • nicht sehr langlebig

Steppung

Ballonbett

Beim Ballonbett handelt es sich um eine Deckenform ohne Steppnähte, die Füllung befindet sich daher lose in der nicht unterteilten Hülle. Diese klassische Variante, wie sie schon zu Omas Zeiten existierte, verliert allerdings aufgrund ihrer ungleichmäßigen Wärmeisolierung immer mehr an Bedeutung. Meist rutscht nämlich die Füllung schon kurze Zeit nach dem Bedecken des Körpers Richtung Fußende oder verteilt sich nur auf einer Seite.

Rautensteppung

Bei der Rautensteppung wird die Füllung von schräg über die Decke verlaufende Karos fixiert, wobei die Anzahl der Steppnähte deutlich höher ist als bei einer Karosteppung. Diese Variante wird vor allem bei kurzfaserigen Füllungen wie etwa Seide angewandt, um den Zusammenhalt des Füllmaterials zu garantieren.

Karosteppung

Bei der Karosteppung schränken die abwechselnd in Quer- und Längsrichtung eingenähten Stegbänder die Bewegung der Füllung zwar ein, schließen eine Umverteilung aber nicht komplett aus. Durch Aufschütteln und Glattstreichen kann das Material in der Hülle allerdings jederzeit wieder gleichmäßig verteilt werden. Die Anzahl der geometrischen Figuren variiert je nach bevorzugter Bauschkraft und Füllung. Es gilt dabei: je größer die Karos, desto voluminöser die Decke.

Kassettendecke

Bei der Kassetten- oder Stegdecke wird die Bettdecke mithilfe eingenähter Stege in gleich große Karos unterteilt. Üblich sind 3 × 4 oder 4 × 6 komplett verschlossene Kammern, wodurch ein Verrutschen der Füllung ausgeschlossen ist. Je nach gewünschter Wärmeisolation liegt die Steghöhe zwischen zwei und 15 Zentimeter. Die Stege sorgen zudem für eine durchgängige Dicke bei optimaler Bauschkraft. Kältebrücken werden verhindert.

Einziehdecke

Die Einziehdecke ist bei Sommerdecken üblich. Sie wird von vielen kleinen Karos ohne eingenähte Stege unterteilt, wodurch eine sehr gleichmäßige Verteilung der Füllung gewährleistet ist. Da Ober- und Unterstoff der Bettdecke bei dieser Steppung direkt miteinander verbunden sind, wird überschüssige Wärme bestens abgeleitet.

Wärmeklassen

Jede Bettdecke verfügt über eine sogenannte Wärmeklasse, auch Wärmegrad genannt. Diese zeigt an, wie gut eine Bettdecke die Körperwärme isoliert.

Wärmegrad 1

Sommer: Luftige Decken mit hervorragender Feuchtigkeitsregulierung. Am besten für die wärmste Zeit im Jahr geeignet, da sie auch bei sehr hohen Temperaturen trocken hält.

Wärmegrad 2

Sommerhalbjahr: Übergangs-Bettdecke, die insbesondere für jene Menschen angenehm ist, die entweder nicht leicht frieren oder in einem stets warmen Schlafzimmer nächtigen. Auch gut zu verwenden an kühlen Sommertagen.

Wärmegrad 3

Winterhalbjahr: Durchschnittlich warme Übergangs-Bettdecke, die am häufigsten gekauft wird und sich für Menschen ohne spezielle Bedürfnisse eignet. Sie kann das ganze Jahr über verwendet werden.

Wärmegrad 4

Winter: Kuschelige Winter-Bettdecke für alle, die es im Bett gerne gemütlich warm haben. Ebenso geeignet für den Einsatz in schwach oder gar nicht geheizten bzw. schlecht isolierten Schlafzimmern.

Sonderwärmegrad

WinterPlus: Dieser Wärmegrad wurde für Menschen mit sehr stark ausgeprägtem Wärmebedürfnis oder eisige Winternächte entwickelt.

Was muss noch beachtet werden?

Zu einem Bettensystem zählen neben der Bettdecke das Kissen, die Matratze und der Lattenrost. Alle Komponenten sollten perfekt aufeinander abgestimmt und an die individuellen Bedürfnisse des Schläfers hinsichtlich seiner körperlichen Gegebenheiten, Bedürfnisse und Gewohnheiten angepasst sein.

Matratze

Die Matratze kann weich oder hart sein, aus Federkern, Latex oder Kaltschaum bestehen und für Bauch-, Rücken- oder Seitenschläfer geeignet sein. Wichtig ist, dass man morgens erholt erwacht und keinerlei körperlichen Beschwerden verspürt. Die perfekte Matratze findest du im Matratzenprofis Matratzen Test!

Kissen

Die Größe des Kissens wird nach persönlicher Vorliebe gewählt. Über die Kissenhöhe entscheidet in der Regel die Einsinktiefe des Körpers in die gewählte Matratze – ist das Kissen zu niedrig, kann das zu Nackenverspannungen führen. Das perfekte Kissen findest du schnell und einfach in diesen Kopfkissen Test.

Lattenrost

Auch der Lattenrost wird üblicherweise an die Matratze angepasst, vor allem was die Zoneneinteilungen betrifft. Mehr Infos zu dem passenden Lattenrost findest du im Lattenrost Test.

Stiftung Warentest Bettdecken Test

Stiftung Warentest hat 14 Winter-Steppdecken, gefüllt mit Daunen- und synthetischem Material, verschiedenster Firmen und Preisklassen geprüft. Bewertet wurden dabei Qualitätsmerkmale wie Feuchtigkeitsregulierung, Wärmeisolation, Anschmiegverhalten (beurteilt im Praxistest mit unterschiedlichen Versuchspersonen), Haltbarkeit (nach mehrmaligem Waschen in Bezug auf die Dichtheit der Hülle und Wanderschaft der Fülle, mechanische Dauerbelastung und Verarbeitung), Zusammensetzung der Füllung und Ausstattung. Alle Daunendecken erfüllten die mikrobiologischen Anforderungen, es wurden weder zinnorganische Verbindungen noch Formaldehyd nachgewiesen. Die synthetischen Füllungen enthielten kein Antimon.

Öko-Test Bettdecken Test

Der Öko-Test von Duo-Bettdecken aus Kunstfaser hat verschiedene Produkte auf Schadstoffe und Schlafkomfort (Wärmeisolierung, Feuchtigkeitsregulierung, …) geprüft. Von 15 Produkten schnitten 12 mit der Note Gut ab, zwei Modelle bekamen ein Sehr gut und eines nur ein befriedigend. Der teilweise doch recht beträchtliche Preisunterschied geht nicht auf Kosten der Gesundheit, wie die Schadstoffanalyse gezeigt hat. Dennoch steckten in 13 Modellen Rückstände von Antimon. In zehn der getesteten Bettdecken fanden sich darüber hinaus optische Aufheller bzw. Bleichmittel, die zwar kaum allergische Reaktionen auslösen, jedoch der Umwelt schaden. Im Vergleich erwiesen sich sechs Produkte als besonders wärmend, weitere sieben Bettdecken waren im mittleren Spektrum angesiedelt. Die beiden günstigsten Modelle fielen in Sachen Isolationskraft allerdings deutlich ab. Mit der Fähigkeit, Wasserdampf abzuleiten, verhielt es sich folgendermaßen: Die stärker wärmenden Bettdecken verhielten sich weniger durchlässig, die weniger wärmenden waren stärker durchlässig.

Bettdecken pflegen

Damit die Bettdecke lange hält und kuschelig bleibt, muss sie regelmäßig gepflegt werden. Im Folgenden findest du hilfreiche Tipps:

Wie oft waschen

Eine Bettdecke sollte ein bis zweimal pro Jahr gewaschen werden, sofern zwischendurch keine größere Verschmutzung entstanden ist. Generell hat man darauf zu achten, dass Bettzeug nach dem Schlafen stets gut durchzulüften, damit die nachts entstandene Feuchtigkeit ordentlich trocknen kann. Im Idealfall kommt dabei Luft an beide Seiten heran – falls das nicht der Fall ist: bitte regelmäßig wenden.

Welches Waschmittel

Zum Waschen von Bettdecken eignet sich am besten flüssiges Feinwaschmittel ohne optischen Aufheller, mit dem man sparsam umgehen sollte. Von der Benutzung eines Weichspülers ist abzusehen. Für Daunenfüllungen existieren spezielle Daunenwaschprodukte, ansonsten wählt man ein Wollwaschmittel. Für Bettdecken mit Baumwollfüllung verwendet man Fein- oder Wollwaschmittel.

Wie viel Grad

Je nach Material werden Bettdecken mit Temperaturen zwischen 30 Grad und 60 Grad gewaschen. Es gelten dabei folgende Empfehlungen:

  • Daunen-Bettdecke: 60 °C
  • Baumwoll-Bettdecke: 60 °C
  • Federbettdecke: 60 °C
  • Mikrofaserdecke: 60 °C
  • Kaschmir-Bettdecke: 30 °C
  • Kamelhaardecke: 30 °C
  • Seidenbettdecke: 30 °C

Welches Programm

Modernere Waschmaschinen verfügen bereits über diverse Spezialprogramme für die jeweiligen Füllungen der Bettdecken. Falls dies nicht der Fall ist, wählt man das Fein- oder Wollwaschprogramm. Beim Schleudern kann, je nach Material, ein Schaden an der Bettdecke entstehen, Vliesfüllungen zum Beispiel reißen möglicherweise. Bei der Wahl des Schleuderprogramms ist daher eine niedrige Drehzahl mit etwa 400 Umdrehungen angeraten.

Waschmaschinen Größe beachten

Die haushaltsübliche Waschmaschine verfügt über eine Fünf-Kilo-Trommel und ist eventuell zu eng für eine große und schwere Bettdecke. Keinesfalls sollte man jedoch versuchen, Gewalt anzuwenden. Es hat auch wenig Sinn, die Decke vorher nass zu machen – sie hat in diesem Zustand zwar ein geringeres Volumen, da die Füllung zusammenklebt, doch danach ist keine optimale Reinigung möglich. Wer sich ein teures Putzverfahren beim Profi ersparen möchte, wäscht die Bettdecke in der Badewanne. Die ist dabei halbvoll mit 40 bis 50 Grad warmem Wasser und mit einem Schuss des passenden Waschmittels versetzt. Die Bettdecke wird beim Säubern leicht geknetet und alle zehn Minuten gewendet, da sie nicht zu lange einseitig in der Lauge liegen sollte. Abschließend spülen, bis sie nicht mehr schäumt, und so trocknen, dass von beiden Seiten Luft zuströmen kann, etwa auf einem Wäscheständer. Niemals die nasse Bettdecke auf einen Heizkörper legen!

Trockner

Empfehlenswert ist die Trocknung mittels Wäschetrockner, falls vorhanden. Es empfiehlt sich, einen oder zwei Tennisbälle mit in die Trommel zu legen, dadurch wird die Füllung flauschiger und lockerer. Auch hier gilt: Keine Gewalt anwenden, wenn die Bettdecke nicht in das Gerät passt! Nach der Verwendung des Wäschetrockners die Bettdecke gut ausschütteln und unbedingt nachtrocknen lassen – sie muss richtig ausgekühlt sein, bevor sie wieder verwendet wird.
Produkte mit Naturhaar-Füllung werden nach dem Waschen in Form gezogen und ausschließlich an der Luft getrocknet.

Hersteller

Hier findest du eine Liste der größten Bettdecken-Hersteller in Deutschland:

Ikea

Der Schwedenriese IKEA als multinationaler Einrichtungskonzern verspricht Bettdecken mit Wohlfühlgarantie. Das bekannte Möbelhaus weiß, dass ein guter Schlaf von individuellen Bedürfnissen abhängt. Erhältlich sind Produkte sowohl mit Daunen als auch mit neueren Materialien in verschiedensten Ausführungen zu erschwinglichen Preisen.

Paradies

Bettwaren mit Herz bietet das traditionelle deutsche Familienunternehmen Paradies, das bei der Produktion auch seine Verantwortung gegenüber der Umwelt ernst nimmt. Sein Motto: Guter Schlaf ist die Quelle des Wohlbefindens und der Energie. Angeboten werden Modelle in hochwertiger Markenqualität, aus welchen man die Schlafausstattung nach individuellen Bedürfnissen und Vorlieben zusammenstellen kann.

Irisette

Bettdecken made in Germany von Irisette, mit einem umfangreichen Sortiment für traumhafte Schlaferlebnisse. Es handelt sich um einen traditionellen Hersteller mit viel Erfahrung, hoher Fertigungstiefe und behutsamer Verarbeitung. Er garantiert eine vollstufige Produktion und nahtlose Rückverfolgbarkeit der gesamten Liefer- und Verarbeitungskette.

Häufige Fragen

Was bedeuted Füllkraft?

Der Begriff Füllkraft, auch Bauschkraft genannt, beschreibt ein Qualitätsmerkmal von Daunen. Es handelt sich dabei um die Fähigkeit des mit Gänse- oder Entenflaum gefüllten Produkts, sein eigentliches Volumen nach einer Kompression zurückzuerhalten. Wurde beispielsweise eine Bettdecke flach zusammengedrückt und auf diese Weise längere Zeit über gelagert, sollte sie nach dem Aufschütteln wieder so füllig sein wie ursprünglich.

Unterschied Ganzjahres und 4 Jahreszeiten Decke?

Eine 4-Jahreszeiten-Bettdecke, auch Kombi-Bettdecke, besteht aus zwei miteinander vernähten Oberbett-Schichten, die voneinander gelöst und bei Bedarf separat verwendet werden können. Diese beiden Decken sind durch Druckknöpfe oder diverse andere Verschlusssysteme verbunden und haben ein unterschiedliches Füllgewicht. Somit erhält man eine dünne Decke für die warme Jahreszeit, eine wärmere für die kühleren Tage und eine dicke für den Winter. Die Ganzjahresdecke ist das ganze Jahr hindurch nutzbar, da ihre optimierten Materialien dafür sorgen, dass man damit zu jeder Zeit im Jahr gut schläft. Einzig in Tropennächten empfiehlt sich eine dünnere Decke als Alternative.

Bettdecke entsorgen?

Wird eine Bettdecke aus Altersgründen oder weil sie bereits Beschädigungen aufweist entsorgt, sollte sie materialgemäß entsorgt werden. Daunen lassen sich recyceln und passen daher beispielsweise in die Altkleiderspende oder auf den Wertstoffhof. Bei starker Verunreinigung gehört die Bettdecke in den Sondermüll. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Daunen zum Kompost zu geben und die Hülle separat zu entsorgen. Exemplare mit synthetischer Füllung dürfen in den Restmüll, passen sie dort nicht hinein, gehören sie zum Sperrmüll.

Wie soll man Bettdecken lagern?

Für eine Bettdecke mit Daunen-, Federn-, Kunstfasern- oder Kaschmir-Füllung gilt: nach dem Kauf sofort aus der Plastikhülle nehmen bzw. diese nie lange darin aufbewahren. Es besteht die Gefahr, dass die Produkte feucht werden und zu schimmeln beginnen; auch ein Mottenbefall ist möglich. Kommt es am Lagerort zu Temperaturschwankungen, kann sich in der Plastikhülle Kondenswasser bilden – erkennbar an Stockflecken auf der Hülle und einem modrigen Geruch. Besser zur Aufbewahrung eignet sich ein dicht gewebter Sack aus reiner Baumwolle, etwa ein alter, aber noch intakter Bezug. Die Bettdecke wird locker zusammengelegt und darin verstaut. Der Raum, in dem die Bettdecke gelagert wird, sollte dunkel und trocken sein, beispielsweise ein großer Flurschrank.