Lattenroste

Unsere Matratzenprofis haben hier einen umfangreichen Ratgeber zum Lattenrost Test & Vergleich erstellt. Mit diesem Ratgeber findest du garantiert den passenden Lattenrost!

Warum ist ein Lattenrost wichtig?

Der Rücken ist in unserer modernen Gesellschaft eine echte Schwachstelle. Sitzende oder einseitige Tätigkeiten, zu wenig Bewegung oder falsche Haltungen setzen den Muskeln und dem Skelettapparat permanent zu. Wenn dann noch die Liegeposition während der Nachtruhe nicht optimal ist, sind die Probleme vorprogrammiert. Es beginnt meist mit einer „Morgensteifigkeit“. Im schlimmsten Fall kann eine Fehlbelastung der Wirbelsäule aber bis zu einem Bandscheibenvorfall führen. Die Wichtigkeit eines Lattenrostes für einen guten Schlaf und die Entlastung der Wirbelsäule leider heute noch unterschätzt. Umgekehrt können sich aber auch die größten Beschwerden praktisch umgehend auflösen, wenn Matratze und Lattenrost perfekt auf die Bedürfnisse des Anwenders abgestimmt sind. Der Lattenrost ist definitiv von ebenso großer Bedeutung wie die Matratze auch. Damit dein Rücken in der Nacht optimal gestützt wird, solltest du den neuen Lattenrost sehr sorgfältig aussuchen.

Belüftung der Matratze

Ein Mensch verliert in der Nacht ungefähr einen halben Liter Flüssigkeit, der von der Matratze aufgenommen wird. Diese Flüssigkeit muss wieder an die Außenluft abgegeben werden. Hat die Matratze nun keine Möglichkeit zu atmen, können Stockflecken und Schimmel entstehen. Ein Lattenrost sorgt für ständige Luftzirkulation an der Unterseite der Matratze. Er sichert ein trockenes und hygienisches Bettklima, da die Matratze konstant auslüftet. Zusätzlich ist es sinnvoll, die Matratze in regelmäßigen Abständen von etwa 3 Monaten zu wenden.

Förderung der Schlafqualität

Ein optimal eingestellter Lattenrost fördert deutlich die Schlafqualität. Durch das Abstützen der Schulter und Beckenregion ist der Schlaf tief und ruhig. Ist das Bett unbequem, sucht der Körper ständig nach einer optimalen Schlafposition. Das führt zu Verspannungen und hindert beim Erreichen der Tiefschlafphase. Diese ist aber für einen erholsamen Schlaf ganz besonders wichtig. Ein unbequemes Bett führt deshalb auf Dauer nicht nur zu permanenten Rückenbeschwerden, man wird auch ständig wach, um seine Schlafposition zu ändern. Wer gut schläft, ist deutlich entspannter und ausgeglichener.

Matra​tzen-Garantie erhalten

Die Matratzenhersteller fordern grundsätzlich einen sachgerechten Einsatz ihrer Produkte. Darum soll eine Matratze immer mit einem Lattenrost gemeinsam verwendet werden. Entsteht ein Schaden an einer neuen Matratze, die ohne Rost verwendet wurde, kann dies zum Erlöschen der Rückgabegarantie führen. Die Hersteller berufen sich im Garantiefall immer auf die korrekte Verwendung in Kombination mit einem Lattenrost. Dies gilt beispielsweise beim einseitigen und vorschnellen Durchliegen der Matratze. Jedoch ist auch ein Schimmelbefall ein recht eindeutiges Indiz für eine nicht sachgerechte Behandlung. Der Einsatz eines Lattenrostes bewahrt die Kunden damit auch davor, im Schadensfall der Matratze die Gewährleistung zu verlieren.

Arten von Lattenrosten

Es gibt unterschiedliche Arten von Lattenrosten. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis. Konstruktiv weisen sie erhebliche Unterschiede auf. Worin genau sie sich unterscheiden, erklären wir ihnen hier.

Starrer Lattenrost

Bei einem starren Lattenrost sind die einzelnen Latten mit einem stabilen Rahmen verbunden und leicht gebogen. Durch diese Biegung gibt der Rost etwas nach. Die Qualität misst sich an der Anzahl der Latten und der Art des Holzes. Je mehr Latten er besitzt, umso besser passt er sich den verschiedenen Druckzonen beim Liegen an. Starre Lattenroste sind jedoch aufgrund ihrer Unflexibilität nicht sehr beliebt. Sie lassen sich nicht auf die exakten Bedürfnisse der Anwender einstellen.

Verstellbarer Lattenrost

Die Verstellbarkeit des Lattenrostes bezieht sich auf seinen Härtegrad. Es befinden sich im Schulter und Hüftbereich Kunststoffspangen, welche zwei Latten miteinander verbinden. Je weiter man diese Spangen nach außen schiebt, umso härter wird der Bereich und die Abstützung steigt. Besonders flexible Lattenroste lassen sich zudem im Kopf und Fußbereich in der Höhen verstellen. Diese Verstellung ist jedoch fix. Um sie wieder zu lösen, muss das Bett verlassen werden. Verstellbare Lattenrosten sind die am meisten verkauften Typen, da sie den idealen Komfort bieten.

Elektrischer Lattenrost

Elektrische Lattenroste, auch „Motorroste“ genannt, lassen sich bequem per Kabel oder Funkfernbedienung in die richtige Position bringen. Verstellbar in der Höhe sind sowohl Kopf als auch Fußteil. Dies ist besonders im Alter ein gerne genutzter Komfort. Ein leicht angehobener Beinbereich wirkt sich sofort stark entlastend für die Hüftwirbelsäule aus. Ein motorisch verstellbarer Bereich in der Brustwirbelsäule ist eine hervorragende Aufstehhilfe. Diese Lattenroste sind ideal für Pflegefälle. Durch Änderung der Anstellwinkel werden auch die Druckpunkte auf den Körper verändert. So werden Ruheverletzungen wie der gefürchtete „Dekubitus“ vermieden.

Rollrost

Hier sind die Latten lediglich mit einem Band verbunden und werden im Bett einfach ausgerollt. Sie lassen sich nicht einstellen und geben überall gleich viel nach. Rollroste sind die billigsten Lattenroste. Sie bieten keinerlei Komfort. Meistens sind sie aus billigen Latten gefertigt. Sie eigenen sich für Kinder- und Jugendbetten. Bei höheren Belastungen sind sie jedoch nicht empfehlenswert.

Tellerlattenrost

Dieser besteht nicht aus Latten, sondern aus tellerförmigen Elementen, welche auch einzeln reagieren. Diese tellerförmigen Elemente sind einzeln gelagert und gefedert. Sie setzen der Druckkraft von Matratze und Körper eine punktförmige Gegenkraft entgegen. Diese Gegenkraft muss möglichst flächig aufgenommen werden. Sie sind damit nicht für jeden Matratzen-Typ geeignet. Tellerlattenroste sollten ausschließlich unter geschäumten, also Latex- oder Kaltschaum-Matratzen verwendet werden. Taschenfederkernmatratzen können durch die punktförmige Belastung schnell Schaden nehmen.

XXL Lattenrost

Besonders Schwergewichtige und Großgewachsene bekommen ein ungeeignetes Lattenrost schnell zu spüren. Die Matratze hängt im schlimmsten Fall stark durch und es kommt zu Rückenbeschwerden. Die XXL Federrahmen sind sehr stabil und verfügen über eine individuelle Härtegrad-Einstellung. XXL Lattenroste sind entsprechend hochpreisig, bieten aber auch ein Maximum an Komfort und Leistung.

Auf was ist bei einem Lattenrost zu achten?

Beachte folgende Hinweise beim Kauf eines Lattenrostes:

Die richtigen Maße

Die Maße eines Lattenrostes müssen zum Bettrahmen passen. Ein zu schmaler Rost droht in der Nacht auf den Boden zu fallen und kann dadurch beschädigt werden. Jedoch sind Betten und Lattenroste nur in Normmaßen erhältlich, sofern es keine individuelle Schreinerarbeit ist. Die Maße für Lattenrost und Matratze gibt daher das Bett vor. Trotz der genormten Maße (beispielsweise 90 x 2000, 140 x 2000 usw..) sollte sich die Konstruktion des Bettrahmens genau angesehen werden. Die Leisten, auf welcher der Lattenrost aufliegt, sind nicht genormt. Wenn der Bettrahmen zu flexibel oder die Leisten zu schmal sind, kann der Rost dennoch abrutschen und herunterfallen. Wir empfehlen, sicherheitshalber die Leisten zu verbreitern oder den Rost fest mit dem Bett zu verbinden. Manche Lattenroste bieten dafür schon vorgebohrte Löcher an. Wenn diese fehlen, sollte man eher das Bett umbauen, als den Lattenrost zu beschädigen. Lattenroste sind hoch belastete Bauteile. Bohrungen und Einschraubungen können die Spannungen im Rost nicht mehr aufnehmen und können schließlich einen Bruch begünstigen.

Verstellbarkeit

Grundsätzlich ist es sinnvoller, sich für einen verstellbaren Lattenrost zu entscheiden. Es sollte beachtet werden, dass sowohl Schulter als auch der Hüftbereich im Härtegrad verstellbar sind. Nur so kann eine perfekte Abstützung der Wirbelsäule gewährleistet werden. Es ist dann eine Sache des Ausprobierens, welche Einstellungen man als bequem empfindet. Eine Höhenverstellung von Brust- oder Fußbereich ist hingegen nicht unbedingt notwendig. Diese sind nur bei motorischen Lattenrosten wirklich sinnvoll, da sie dort beispielsweise als Aufstehhilfe verwendet werden können.

Leistenanzahl

Es gilt die Regel, je mehr Latten, umso höher der Liegekomfort. Wer eine optimale Liegeposition haben möchte, sollte ein Lattenrost mit mindestens 20 bis 30 Latten kaufen. Für Schwergewichtige sind 40 Latten das Minimum. Neben der Anzahl der Leisten ist auch ihre Breite und das verwendete Holz für die Tragfähigkeit eines Lattenrostes entscheidend.

Mittelgurt

Der Mittelgurt ist ein Stoffband, dass sich in der Mitte des Rostes befindet und alle Latten miteinander verbindet. Er dient der Stabilität und Ergonomie des Lattenrostes. Das Gewicht wird gleichmäßiger verteilt und sorgt dafür, dass der Lattenrost länger hält.

Kappen

Jede Latte steckt mit ihrem Ende in einer Kunststoffkappe. Dies ist mit dem Rahmen des Lattenrostes verbunden. Die Kappe hat eine zusätzliche Federwirkung. Sie schützen den Bettrahmen von innen und erleichtern das Bewegen des Rostes. Außerdem sind sie so etwas wie eine „Sollbruchstelle“. Bei einer Fehlbelastung brechen sie als Erstes. Das ist aber unproblematisch: Sie sind im Bedarfsfall jederzeit beim Hersteller für wenige Euro nachbestellbar.

Holzart

Die Holzart eines Lattenrostes ist für die Stabilität ausschlaggebend. Er kann aus Buche, Birke, Esche und auch Bambus bestehen. Günstige Varianten bestehen aus weichen Holzarten wie Kiefer oder Fichte. Lattenroste aus Buchenholz gelten als die stabilsten. Besonders hochpreisig aber zurzeit sehr beliebt ist das Zirbenholz für Schlafmöbel aller Art. Die ätherischen Öle dieses Holzes sollen die Herzfrequenz senken und für einen tiefen und ruhigen Schlaf sorgen.

Belastbarkeit

Die Belastbarkeit sollte unbedingt ihrem Körpergewicht plus Matratze entsprechen und auf keinen Fall darunter liegen. Nur so ist eine gute Abstützung der Wirbelsäule und Vermeidung von Schäden an Lattenrost, Matratze oder Bettrahmen gesichert.

Lattenabstand

Der Lattenabstand sollte so gering wie möglich ausfallen. Je mehr Latten mit wenig Abstand, umso höher die Stützfunktion. Die Latten sollten außerdem nicht zu schmal sein. Breite Latten geben weniger Gegendruck pro Quadratzentimeter auf die Matratze. Sie hält dadurch länger und der Liegekomfort verbessert sich.

7 Zonen des Lattenrostes

Ein Körper hat kein gerades, sondern ein sehr unregelmäßiges Profil. Das Ziel einer Lattenrost-Bett-Kombination ist es, die Wirbelsäule möglichst gerade abzustützen. Diese Abstützung soll sowohl in Seitenlage, wie auch in Bauch- oder Rückenlage erreicht werden. Da sich das Körperprofil bei jeder Lage aber ändert, muss der Lattenrost entsprechend flexibel reagieren. Ein Lattenrost ist in verschiedene Zonen aufgeteilt. Diese Zonen verlaufen quer zu seiner Breite. Üblich sind Sieben-Zonen-Lattenroste und Fünf-Zonen-Lattenroste. Die Zonen unterscheiden sich in ihrem Härtegrad und ihrer Verstellbarkeit. Bei hochwertigen Lattenrosten werden zu diesem Zweck unterschiedliche Holzarten verwendet. Am Beispiel eines Sieben-Zonen-Lattenrostes, der aus 42 Einzellatten besteht, wollen wir Ihnen diese Zonen erklären

Zone 1

Die Zone 1 ist im Wesentlichen eine „Leerzone“. Sie bildet den Übergang zwischen dem oberen Matratzenende und der Liegezone. Sie dient der Abstützung des Kopfes, wenn der Körper während des Schlafs so weit hinauf rutscht.

Zone 2

Die zweite Zone dient zur Abstützung von Kopf und Nacken. Ein hochwertiger Lattenrost kann hier bereits aktiv Verspannungen vorbeugen.

Zone 3

Der obere Rücken wird gestützt. Die Brustwirbelsäule wird in gerader Position gehalten und biegt sich nicht durch. Das sorgt für eine gleichmäßige, natürliche Haltung und entlastet die Sehnen, Wirbel und Muskeln. Der Schulter-Nacken-Bereich bleibt entspannt. In diesem Bereich entstehen die meisten Kopfschmerzen. Ein hochwertiger und gut eingestellter Lattenrost kann dies verhindern.

Zone 4

Der Bereich von mittlerem Rücken und Lendenwirbelsäule wird entlastet. In diesem Bereich sollte der Lattenrost verstellbar sein. Hier befindet sich der Schwerpunkt des Körpers und die größten Ausbuchtungen des Profils. Einen Lattenrost richtig einzustellen ist echte Feinarbeit, die sich aber lohnt. Häufig entscheiden wenige Zentimeter der Härtegrad-Verstellung darüber, ob der Anwender entspannt oder mit Rückenbeschwerden aufwacht.

Zone 5

Diese Zone dient zum Stützen der Gesäßregion. Hier werden meist weichere Latten eingesetzt, um die Wirbelsäule insgesamt gerade zu halten.

Zone 6

Die Entlastung der Oberschenkel geschieht in Zone 6. Es werden härtere, steifere Latten eingesetzt. Sie sind nicht mehr in der Härte verstellbar, was aber auch nicht erforderlich ist.

Zone 7

Waden und Füße werden in der letzten Zone gestützt. Der Lattenrost läuft hier aus.

Lattenrost Test Stiftung Warentest

Ein Lattenrost Test der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2015 kam zu einem eher irritierenden Ergebnis. Getestet wurden 10 Lattenroste in einer Preisspanne von 15 bis 1040 Euro. Zusätzlich wurde ein Lattenrost selbst gezimmert und auf seine Gebrauchstauglichkeit geprüft.

Keines der Produkte bekam ein besseres Ergebnis als „ausreichend“. Die Noten schwankten von 3.5 bis 4.3. Der größte Kritikpunkt war die nur sehr geringfügige Verbesserung der Liegeeigenschaften im Vergleich zu einer einfachen Spanplatte. Immerhin wurde den meisten Lattenrosten eine gute Handhabbarkeit bescheinigt. Außerdem wurde von der Verwendung einer Spanplatte wegen der Schimmelgefahr abgeraten. Dafür ist in diesem Vergleichstest eine Bauanleitung für ein DIY-Lattenrost zu finden.

Wir haben keinen Einblick in die Testverfahren und die Auswahlkriterien der Stiftung Warentest. Das Testergebnis wird jedoch den allgemeinen Erfahrungswerten der Kunden und Anwender nicht gerecht. Es gibt hinreichend viele Berichte von Kunden, die mit der Entscheidung zu einem hochwertigen Lattenrost nicht nur ihren Schlaf deutlich verbessern konnten. Von der Milderung einer Morgensteifigkeit bis zur Ausheilung von Hexenschüssen bis ganzen Bandscheibenvorfällen ist ebenfalls häufig die Rede. Letzten Endes kommt aber niemand an einem Probeliegen vorbei, bis die für ihn richtige Kombination aus Matratze, Bettrahmen und Lattenrost gefunden wurde.

Lattenrost richtig einstellen

Nachdem du ein neues Lattenrost gekauft hast musst du es einstellen. Um einen Lattenrost richtig einzustellen, sollte man vorher seine bevorzugte Schlafposition kennen. Falls man sich darüber nicht sicher ist, kann man seinen Partner fragen.

Arten von Verstellschiebern

Ein Lattenrost lässt sich häufig über die Verstellschieber einstellen. Davon gibt es zwei unterschiedliche Arten: O-Schieber und T-Schieber.

O-Schieber

Wie ein Ring umfasst der O-Schieber gleichzeitig eine Leiste des Lattenrostes und eine Hilfsleiste. Je nach Stellung des O-Schiebers wird der vom Körper auf den Lattenrost einwirkende Druck übertragen.

Aufeinanderliegende Leisten

Es gibt Lattenroste, bei denen die Leisten im Lattenrost besonders im Mittelbereich direkt übereinander liegen. Bei diesen Leisten ist nur die obere Leiste direkt mit dem Lattenrost verbunden. Die O-Schieber umfassen sowohl die obere als auch die untere Leiste. Durch Verschieben der O-Schieber lässt sich die Härte jeder einzelnen Leiste einstellen. Wird der O-Schieber nach außen zum Rand des Lattenrostes geschoben, liegen die beiden Leisten doppelt und werden damit fester. Wenn du es lieber weicher hättest, müsst du die O-Schieber weiter in die Mitte schieben.

Getrennte Leisten

Bei den getrennten Lattenrosten ist zwischen den übereinander liegenden Leisten ein Abstand. Die Härte des Lattenrostes wird ebenfalls über die O-Schieber eingestellt, aber genau umgekehrt wie bei den übereinander liegenden Lattenrosten: Befinden sich die Schieber außen am Lattenrost, ist dieser weicher. Sind die O-Schieber dagegen weiter in der Mitte, ist der Lattenrost an dieser Stelle härter.

T-Schieber

Die T-Schieber verbinden zwei nebeneinander liegende Leisten des Lattenrostes mit einer dritten Leiste, die unterhalb dieser beiden ist. Der Schieber überträgt die Kraft, die per Gewicht auf den Leisten lastet, nach unten. Je weiter der T-Schieber in die Mitte des Lattenrostes geschoben wird, desto härter wird der Lattenrost.

Lattenrost Einstellungen

Rückenschläfer

Auch wenn sich die meisten Menschen in jeder Nacht immer wieder drehen, gibt es doch häufig eine Tendenz zu einer ganz bestimmten Lage. Schläfst du vorzugsweise auf dem Rücken? Dann sollte der Lattenrost dort, wo dein Becken aufliegt, möglichst weich und nachgiebig eingestellt sein. Die nachgiebigste Stelle sollte sich dort befinden, wo du mit dem Becken liegst. Wie weit du den Schieber nach außen schiebst, hängt dabei von deinem persönlichen Gewicht ab. Je schwerer du bist, desto weiter außen sollten sich die O-Schieber befinden. Bei den T-Schiebern gehst du umgekehrt vor: Diese sollten sich in der Mitte des Lattenrostes, also dort, wo dein Becken aufliegt, weiter außen befinden.

Seitenschläfer

In Seitenlage sollte nicht nur der Bereich des Beckens, sondern auch der Bereich der Schultern möglichst weich gebettet sein. Die Einstellung der Schieber für den Lattenrost ähnelt der Einstellung für den Rückenschläfer: Während der Bereich der Taille gut gestützt werden sollte, kann der Bereich des Beckens weicher eingestellt werden, damit dieser einsinken kann. Das Gleiche gilt für den Bereich der Schultern. Bei einem Lattenrost mit O-Schiebern gehest du wie beim Rückenschläfer vor und stellst lediglich die O-Schieber im oberen Bereich etwas enger zusammen. Habest du dagegen einen Lattenrost mit T-Schiebern, ähnelt das Einstellmuster einem X: Die oberen und unteren T-Schieber sind am Rand des Lattenrostes, während sich die mittleren T-Schieber relativ nahe an der Leistenmitte befinden.

Bauchschläfer

Stell als Bauchschläfer deinen Lattenrost so ein, dass dieser in allen Bereichen möglichst hart und fest ist. Die T-Schieber sollten sich dafür in der Mitte des Lattenrostes, O-Schieber dagegen an der Seite befinden. Ist die Oberweite sehr ausgeprägt, sollte der Bereich des Lattenrostes, auf dem die Brust liegt, etwas weicher eingestellt sein. Bei O-Schiebern bildet das „V“ damit im oberen Bereich einen kleinen Bogen, bei T-Schiebern sind die in der Mitte befindlichen Schieber etwas weiter auseinander gestellt. Hast du dagegen einen größeren Bauchumfang, solltst du den Lattenrost im Bauchbereich weicher einstellen.

Menschen mit Hohlkreuz

Für Menschen mit Hohlkreuz sollte besonders der Bereich, in dem die Schultern liegen, ausreichend stabil und fest sein. Der Bereich, in dem sich das Becken auf dem Lattenrost befindet, kann dafür etwas weicher gestaltet werden. Damit wird der obere Rücken gut gestützt, während das Becken etwas mehr einsinken kann.

Menschen mit Lenden und Bandscheiben Beschwerden

Bei Problemen an der Lendenwirbelsäule oder den Bandscheiben solltest du gerade den Schulterbereich gut stützen und entsprechend härter einstellen. Bei den O-Schiebern werden diese weit nach außen und bei den T-Schiebern nach innen geschoben. Je weiter es nach unten geht, desto weicher wird der Lattenrost eingestellt – immer ein kleines Stückchen mehr. Dank dieser Abstufungen kann der Lenden- und Beckenbereich nicht zu sehr absacken, ist aber trotzdem weich und nachgiebig gebettet. Die O-Schieber auf dem Lattenrost bilden im unteren Bereich ein leicht offenes „V“, während die oberen O-Schieber ganz am Rand des Lattenrostes platziert werden. Bei einem Lattenrost mit T-Schiebern sieht die richtige Einstellung für Probleme an der Bandscheibe oder Lendenwirbelsäule wie ein umgedrehtes „V“ aus.

Höhenverstellbares Lattenrost Einstellungen

Neben den bisher genannten O- und T-Schiebern zur Einstellung verfügen manche Lattenroste über Leisten, die sich in der Höhe verstellen lassen. Diese befinden sich in der Mitte des Lattenrostes. Werden sie angehoben, stützen sie den Bereich der Lordose Krümmung an der Wirbelsäule. Die meisten dieser höhenverstellbaren Leisten können in fünf Stufen eingestellt werden:
Stufe 1: Die Leiste ist nicht angehoben, sondern liegt auf dem Rahmen des Lattenrostes.
Stufe 2 – 4: Hier liegen die Leisten in mittleren Positionen. Je höher die Leiste angehoben wird, desto härter erscheint diese Stelle des Lattenrostes. Probiere am besten einfach aus, welche Position du als angenehm empfindest.
Stufe 5: Die Leiste steht auf der maximal möglichen Höhe und sorgt für einen festen Halt.

Lordosenstütze

Hast du ein Hohlkreuz, solltest du diese Leisten so hoch einstellen, dass die Wirbelsäule in jeder Lage gut gestützt wird. Falls es für dich angenehm ist, kannst du die mittlere Leiste auf Stufe fünf einstellen und die Leisten ober- und unterhalb der eigentlichen Stütze etwas niedriger. Wie bei den anderen Lattenrosten kann auch die Härte der einzelnen Leisten mithilfe der Schieber eingestellt werden. Während der Bereich der Lordosenstütze möglichst hart (O-Schieber an den Rand des Lattenrostes, T-Schieber in der Mitte des Lattenrostes anordnen), sollte der Schulter- und Beckenbereich etwas weicher eingestellt werden.

Breite Schultern

Wenn du es bevorzugt in Seitenlage zu schlafen und gleichzeitig über breite Schultern hast, solltest du sämtliche Leisten der Lordosenstütze auf der zweiten Stufe arretieren. Die übrigen Schieber stellest du so ein, dass die mittlere Lordosenstütze möglichst fest und anschließenden Seiten oben und unten etwas weicher eingestellt sind.

Schulterschmerzen

Wirst du von chronischen Schmerzen an der Schulter geplagt, solltest du die Leiste, welche den Übergang zur Schulterpartie darstellt, möglichst weich auf Stufe zwei oder drei stellen. Die anschließend folgende Leiste ein kleines Stückchen höher und die mittlere Leiste auf die höchste Position. Damit gewährleistet der Lattenrost auch bei der Einstellung für schmerzende Schultern noch eine ausreichende Unterstützung der Lordosepartie. Sämtliche Einstellungen sind selbstverständlich nur als Richtlinie zu verstehen. Probiere einfach unsere Empfehlungen und überprüfe, ob du mit diesen gut zurechtkommen.

Lattenrost Einstellung prüfen

Stelle die Schieber an deinem Lattenrost so ein, dass es deiner gewohnten Schlafposition entspricht. Anschließend kannst du ausprobieren, ob die Einstellung für dich bequem ist. Dafür legst du die Matratze zurück auf den Lattenrost und dich selbst darauf. Sobald du deine gewohnte Schlafposition eingenommen hast, bittest du einen Helfer, unter deine Lendenwirbelsäule seine flache Hand zu schieben. Ist dort nur wenig Raum, wird die Wirbelsäule gut gestützt. Du kannst deinen Helfer aber auch bitten, den geraden Verlauf deiner Wirbelsäule zu überprüfen. Anschließend solltest du die kommende Nacht auf dem richtig eingestellten Lattenrost verbringen. Falls es nötig sein sollte, kannst du am nächsten Tag nachjustieren.

Lattenrost selber bauen

Zu einem komfortablen Bett gehören ein Bettgestell, eine gute Matratze und ein Lattenrost. Wie sich jetzt zeigte, wird der Lattenrost in seiner Bedeutung überschätzt. Ausnahme: Wenn man Liegepositionen verändern, also etwa die Kopfhöhe in einem Bett variieren möchte und eine geeignete Matratze das mitmacht, dann ist ein verstellbares Lattenrost notwendig. Solches ist in der Luxusversion auch elektronisch steuerbar erhältlich.

Für ein einfaches Bett reicht ein einfacher Lattenrost. Dieser sorgt dafür, dass die Matratze ausreichend belüftet wird. Dies ist notwendig, weil wir im Schlaf zwischen einem halben und einem Liter Schweiß verlieren. Will man die Garantieleistungen der Matratzenhersteller in Anspruch nehmen, so ist das Nutzen einer Matratze nur mit Lattenrost möglich. Aber einen solchen einfachen Lattenrost muss man nicht kaufen. Mit einfachen Mitteln und Werkzeugen lässt sich dieser schnell und für wenig Geld selber bauen.

Material

Für den selbstgemachten Lattenrost baut man sich zunächst einen Rahmen. Hierfür braucht es vier Holzlatten: Das geeignete Material dafür ist Tannen- oder Fichtenholz.
Aus gleichem Holz braucht es noch 14 Latten. Zur Montage benötigt man 36 Holzdübel und 4 Holzschrauben mit einem flachen Kopf.

Werkzeug

Als notwendiges Werkzeug legt man sich die folgenden Dinge zurecht:

  • eine Bohrmaschine mit verschiedenen Holzbohrern
  • eine Hand- oder elektrische Stichsäge
  • (Gummi)-Hammer
  • Schraubendreher oder Akkuschrauber
  • Zollstock
  • Schleifpapier mit feiner Körnung
  • Bleistift

Lattenrost Bauanleitung

In der Bemessung wird hier von einem Standardbett 90 X 200 cm ausgegangen. Für einen dazu passenden Rahmen eines selbstgebauten Lattenrostes braucht man 3 Hölzer mit den Maßen 200 x 4,8 x 2,4 cm. Die beiden langen Rahmenhölzer kürzt man so ab, dass sie ein bis zwei Millimeter kürzer sind als das Innenmaß des Bettgestells. Das wird je nach Bettkonstruktion etwa bei 198 cm liegen. Aus dem dritten Holz werden die beiden Querhölzer für den Rahmen mit einer Länge von je 78,7 cm gesägt. Alle Schneidekanten werden dann mit feinkörnigem Schleifpapier geglättet.

In diesen Rahmen werden 14 Latten mit dem jeweiligen Maß von 78,5 x 4,8 x 2,4 cm eingepasst. Dafür bohrt man an die Stirnseite der 14 Rostlatten je ein Dübelloch mit je 2 cm Tiefe und 1,2 cm Durchmesser. Passende Löcher werden dann in die Längsholme des Rahmens gebohrt, sodass die 14 Latten mit einem jeweiligen Abstand von 6 cm befestigt werden können. Hierfür nimmt man Holzdübel mit dem Maß 1 x 4 cm. Der Abstand von 6 cm ist auch für alle Kaltschaum- und Latexmatratzen gut bemessen. Da jede Rostlatte 2 Dübel hat und man 8 Dübel braucht, um die vier Hölzer des Rahmens zu fixieren, sind 32 Holzdübel notwendig.

Die Rostlatten werden mit den Holzdübeln in die passenden Löcher der langen Rahmenhölzer gesteckt. Dies ergibt eine flexible Verbindung. So können die Latten beweglich auf variierende Belastung reagieren. Nur die vier Rahmenhölzer werden, durch die Dübel in Position gehalten, mit den Holzschrauben fest verbunden. Sollte eine Latte ausgetauscht werden müssen, löst man einfach die Rahmenschrauben. Eine vorgefertigte Ersatzlatte kann leicht wie beschrieben flexibel eingesteckt werden.
Bei einem breiteren Bett müssen die Rostlatten entsprechend länger gehalten sein.

Bei einer Breite über 140 cm sollte man längs eine zusätzliche Mittelleiste montieren, die mit zwei Holzfüßen abgestützt zusätzlichen Halt gibt. Bei breiten Betten mit zwei Matratzen bietet es sich an, für jede Matratze ein eigenes Lattenrost zu bauen. Eine Mittelstütze wird ein Bettgestell in dieser Breite bereits haben.

Ein Extratipp zum Schluss: Damit der Lattenrost rutschfest und geräuschfrei in dem Bettgestell aufliegt, kann man die Auflagefläche mit Dämmfilz bekleben. Diesen gibt es als Platten in Baumärkten zu kaufen. Er wird sonst genutzt zum Bekleben der Standflächen von Stuhlbeinen, um Holzböden zu schonen.

Hersteller

Nachfolgend findest du die größten Hersteller von Lattenrosten:

Ikea

Ikea ist ein Händler von preiswerten Möbeln. Die Qualität ist nicht durchgängig so gering, wie es die Preisgestaltung für die billigsten Modelle vermuten lässt. Ikea Lattenroste sind für Kinder und sportliche Jugendliche durchaus ausreichend. Auch für gelegentlich genutzte Gästebetten spricht nichts gegen den Einsatz eines preiswerten IKEA-Modells. Für den täglichen Gebrauch eines arbeitenden Erwachsenen sollten jedoch nur die hochwertigeren Modelle in Frage kommen.

Ravensberger

Ravensberger ist ein deutscher Hersteller aus Bad Oyenhausen. Er fertigt Lattenroste und Matratzen in allen Preisklassen. Seine Produkte zählen regelmäßig zu den Testsiegern. Die Einstiegspreise für eine echte Ravensberger Lattenrost sind mit ca. 70 Euro erstaunlich gering.

FMP Matratzenmanufaktur

Die FMP Matratzenmanufaktur hat ihren Sitz in Köln. Sie produziert und handelt mit Lattenrosten. Das Unternehmen ist vor allem für seine „Rhodos“-Linie sehr bekannt. Die FMP Matratzenmanufaktur ist zudem FSC-Zertifiziert und setzt sich für eine ökologisch-nachhaltige Forstwirtschaft ein.

Betten-ABC

Der Händler „Betten-ABC“ überzeugt durch eine sehr breite Auswahl. Es werden Lattenroste ab 40 und bis über 300 Euro angeboten, abhängig von Größe und Komfort. Es wird der Hersteller „Breckle“ bevorzugt, daneben werden aber auch Produkte von anderen Herstellern sowie eine Eigenmarke angeboten.

Tauro

Tauro ist ein Anbieter von Lattenrosten und anderen Bettwaren. Mit nur zwei Modellen ist die Auswahl bei Tauro erstaunlich gering.

Poco

Poco ist ein Möbelhaus für Budget-orientierte Kunden. Es bietet auch besonders preisbewussten Anwendern die Möglichkeit, an brauchbare Lattenroste zu gelangen. Poco ist vor allem bei „Erstausstattern“ sehr beliebt, da man dort für wenig Geld die Wohnung, einschließlich des Bettes, einrichten kann.

Roller

Roller ist ein Mitbewerber von Poco. Seine Preisausrichtung und angebotene Qualität ist mit der von Poco vergleichbar.

Lidl

Lidl ist ein Lebensmittel-Discounter, der gelegentlich auch Lattenroste im Programm hat. Meistens handelt es sich dabei um Roll-Lattenroste oder solche zum Zusammenbauen. Da dort aber kein Probeliegen stattfinden kann, sind die Lattenroste von Lidl aber nur bedingt empfehlenswert. Für ein Jugend- oder Gästebett ist es aber in der Regel ausreichend.

Röwa

Röwa ist einer der umfassendsten Hersteller und Händler von Lattenrosten. Die Qualität von Röwa ist exzellent. Jedoch sind sie preislich deutlich über den von anderen Herstellern angesiedelt. Das hat aber auch seinen Grund: Röwa ist einer der wenigen Hersteller, die Lattenroste explizit für schwere Menschen anbieten. Der Komfort und die Funktionalität sind dem Kaufpreis entsprechend stets sehr hoch. Röwa hat schon vielen Menschen wieder zu deutlich mehr Lebensqualität verholfen, weil ihre Lattenroste sie von ihren Rückenbeschwerden befreien konnten.

Häufige Fragen

Wie lange hält ein Lattenrost?

Die Lebensdauer von einem Lattenrost hängt von seiner Qualität und vom Körpergewicht des Anwenders ab. Ist die Qualität des Lattenrostes schon bei Kauf auf das Körpergewicht des Anwenders abgestimmt, kann man mit einer Lebensdauer von ca. 20 Jahren rechnen. Wenn der Rost aber permanent überlastet wird, verkürzt dies die Lebensdauer erheblich. Vor dem Kauf eines neuen Rostes kann man aber evtl. Zunächst die Latten und die Kappen austauschen. Das stellt den ursprünglichen Komfort wieder annähernd her.

Wie wichtig ist ein Lattenrost?

Ein Lattenrost sorgt dafür, dass die Wirbelsäule stets gerade bleibt und optimal abgestützt wird. Eine nicht durch einen Lattenrost abgestützte Matratze kann dies nur bis zu einem gewissen Grad leisten. Außerdem liegen sich die Matratzen ohne Lattenrost-Abstützung wesentlich schneller durch und können nicht auslüften. Es ist daher ratsam, eher in einen hochwertigen Lattenrost zu investieren, als in eine teure Matratze. Wählt man den umgekehrten Weg, hat man schnell eine verschimmelt, durchgelegene Matratze, die den Rücken schädigt und eine große Gefahr für die Gesundheit ist.

Aus welchen Material sollen die Federleisten sein?

Als Material für die Federleisten hat sich Buchenholz bewährt. Fichtenholz ist eher nur für Gästebetten geeignet, da es einfach zu minderwertig ist.

Welcher Lattenrost für welche Matratze?

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Schaum-Matratzen und Federkern-Matratzen. Schaum-Matratzen, beispielsweise aus Viskose oder Kaltschaum, sind universell verwendbar. Taschen-Federkernmatratzen sind für Teller-Lattenroste ungeeignet.

Welcher Lattenrost für Übergewichtige?

Die Hersteller geben für ihre Lattenroste stets eine maximale Belastbarkeit an. Übergewichtige sollten sich unbedingt an diese Angaben halten. Da der Lattenrost stark belastet wird, sollte ein einfaches aber leistungsstarkes Modell gewählt werden.

Was tun, wenn das Lattenrost quetscht?

Ein quietschender Lattenrost ist ein Hinweis auf gelöste Verbindungen. Befindet sich das Produkt nicht mehr in einem Garantiezeitraum, sollte es untersucht und gegebenenfalls nachgeleimt werden.