Schlafphasensyndrom

Das Schlafphasensyndrom ist eine zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörung. Der zirkadiane Rhythmus des Körpers steuert die Schlaf-Wach-Zyklen nach biologischen Gesichtspunkten wie dem Hormonspiegel und der Körpertemperatur sowie Umweltfaktoren wie Lichteinwirkung und Mahlzeiten.

Wie andere Schlafstörungen des zirkadianen Rhythmus treten Schlaf-Wach-Phasenstörungen auf, wenn der zirkadiane Rhythmus nicht mit normalen Schlafmustern übereinstimmt. Menschen mit einem Schlafphasensyndrom haben einen starken biologischen Antrieb zum Schlafen in Zeiten, in denen die meisten anderen wach sind, oder zum Aufwachen, wenn die meisten anderen schlafen.

Es gibt zwei Arten von Schlafphasensyndromen:

Was ist das verzögerte Schlafphasensyndrom?

Ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung kann natürliche "Nachteulen"-Tendenzen aufweisen. Aber das ständige Wachbleiben bis sehr spät in die Nacht und das regelmäßige Verschlafen am Morgen kann eine zirkadiane Rhythmus-Schlafstörung verursachen, die als verzögertes Schlafphasensyndrom bezeichnet wird.

Das verzögerte Schlafphasensyndrom tritt auf, wenn sich der zirkadiane Rhythmus verschiebt und der Schlaf später im 24-Stunden-Zyklus eintritt. In der Regel Schlafen die Betroffenen nach Mitternacht ein und können morgens nicht rechtzeitig für die Arbeit oder Schule aufwachen. Sie erleben übermäßige Tagesschläfrigkeit, die zu Depressionen und Verhaltensproblemen führen kann.

Symptome

Menschen mit dieser Schlafstörung:

  • Schlafen im Schnitt 2 Stunden später ein
  • haben Insomnie
  • leiden an übermäßiger Tagesschläfrigkeit, die die Arbeit oder die Schule stört
  • können Depressionen oder Verhaltensprobleme infolge übermäßiger Tagesmüdigkeit entwickeln
  • sind oft Abhängig von Koffein und/oder Schlaftabletten

Wie häufig kommt es vor?

Das verzögerte Schlafphasensyndrom ist häufiger als vorverlagerte Schlafphasensyndrom, das liegt daran, dass es für Menschen einfacher ist länger wach zu bleiben als früher einzuschlafen. Etwa 16 % der Jugendlichen erleben eine natürliche Verzögerung der Schlafmustern während der Pubertät, wobei es bei Mädchen häufiger auftritt als bei Jungen.

Wie wird es verursacht?

Da es am häufigsten bei Jugendlichen auftritt, glauben Wissenschaftler, dass die zirkadiane Verschiebung mit natürlich auftretenden Veränderungen des Hormonspiegels nach der Pubertät zusammenhängt.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt normalerweise über die selbst diagnostizierten Probleme des Betroffenen. Die Ärzte können ein Schlaftagebuch anfordern, um das Schlafverhalten und die Schlafhygiene zu bewerten. In einigen Fällen wird mittels Polysomnographie oder Aktigraphie festgestellt, ob eine andere Schlafstörung die Symptome verursacht.

Behandlung

Das verzögerte Schlafphasensyndrom wird im Allgemeinen durch eine Kombination aus Verhaltens- und Lichttherapie behandelt, um den zirkadianen Rhythmus zu verändern.

Was ist das vorverlagerte Schlafphasensyndrom?

Das vorverlagerte Schlafphasensyndrom ist eine Vorverlagerung des zirkadianen Rhythmus, das zu frühen Einschlafens- und Wachzeiten führt. Die Betroffenen verspüren einen Drang Abends üblicherweise zwischen 18:00 und 21:00 Uhr einzuschlafen und früh am Morgen zwischen 2:00 und 5:00 Uhr aufzuwachen.

Diese Vorverlagerung führt zu Müdigkeit wobei manche Menschen beim Essen oder Autofahren einschlafen können. Dies führt dazu das manchmal Ärzte das Schlafphasensyndrom mit Narkolepsie verwechseln.

Symptome

Menschen mit vorverlagerte Schlafphasensyndrom erleben:

  • einen Drang zum Schlafen am frühen Nachmittag und Abend
  • die Unfähigkeit, nach dem frühen Aufwachen wieder einzuschlafen
  • das Einschlafen bei Aktivitäten am Abend, wie z.B. Lesen, Essen und Sport
  • Gestörte Schlafmuster, die nicht durch eine andere Schlafstörung erklärt werden.

Wie häufig kommt es vor?

Ein chronisch vorverlegtes Schlafphasensyndrom betrifft etwa 1 % der Erwachsenen. Ältere Menschen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken.

Wie wird es verursacht?

Wie andere zirkadiane Rhythmus-Schlaf-Wach-Störungen ist auch das vorverlegte Schlafphasensyndrom eine neurologische Störung ohne bekannte Ursache. Da es bei älteren Erwachsenen häufiger auftritt, glauben Forscher, dass altersbedingte Veränderungen des Hormonspiegels beteiligt sind.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt normalerweise über die selbst diagnostizierten Probleme des Betroffenen. Die Ärzte können ein Schlaftagebuch anfordern, um das Schlafverhalten und die Schlafhygiene zu bewerten. Die Polysomnografie hilft festzustellen, ob eine andere Schlafstörung, wie Narkolepsie oder obstruktive Schlafapnoe, eine Rolle spielen könnte.

Behandlung

Das vorverlagerte Schlafphasensyndrom wird mit einer "progressiven Phasenverzögerung" mittels Lichttherapie behandelt.

  • Optimierung der Schlafhygiene
  • Verwendung einer Tageslichtlampe am morgen